Fortschritt: Museum heißt nun Alte Posthalterei

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                  Museum heißt nun Alte Posthalterei
Fortschritt: Museum heißt nun Alte Posthalterei
Schwäbische Zeitung
Sabine Herforth

Der Name Heimatmuseum hat nicht unbedingt eine verlockende Wirkung auf junge Menschen, dessen ist sich der Heimat- und Geschichtsverein Mengen durchaus bewusst. Da die Fertigstellung der Sanierung des Erdgeschosses zumindest auf Papier allmählich in Sicht ist, wird bereits fleißig geplant, wie nach der Eröffnung Ausstellungen aussehen und durchgeführt werden könnten, aber auch Besucher angelockt werden sollen.

Den ersten Schritt sind Mengens Stadträte bereits gegangen und haben ohne große Diskussion beschlossen, dass der Name Heimatmuseum mit dem Kapitel Sanierung abgeschlossen werden soll. Zukünftig wird das Museum den Namen „Alte Posthalterei – Stadtmuseum Mengen“ tragen – der Titel „Alte Post“ fiel aus, weil die Wirtschaft gegenüber bereits diesen Namen trägt.

Im April wurde Judith Seifert, Leiterin des Römermuseums, damit beauftragt ein Konzept für den Ausbau und den angestrebten Betrieb im Heimatmuseum zu erstellen. Vordergründig sollte dabei erarbeitet werden, wie der Museumsbetrieb vorläufig wieder aufgenommen werden kann, auch wenn die übrigen Geschosse noch nicht saniert und nutzbar sind, „um möglichst schnell wieder eine Nutzung in das Gebäude einbringen zu können“, so Bürgermeister Stefan Bubeck. Denn auch wenn eine komplette Sanierung des gesamten Gebäudes derzeit nicht infrage komme, sollte das Erdgeschoss im Rahmen der Heimattage 2013 als repräsentativer Raum genutzt werden können.

Dass die Baumaßnahmen notwendig sind und auch endlich zu einem Ende zu kommen, herrschte Einigkeit unter den Stadträten. „Das Thema Heimatmuseum tragen wir seit vielen Jahren mit uns herum“, so Manfred Moll. „Man sieht eine Zukunft“, lobte Julius Neher die Entwicklung und „wir haben Zahlen auf dem Tisch, mit denen man wirklich etwas anfangen kann!“

Der Kostenrahmen für den Restausbau des Erdgeschosses beträgt noch fast 224000 Euro, der spätere Ausbau wird noch einmal mindestens 504000 Euro kosten. Der ernüchternden Summe zum Trotz beschloss der Rat mehrheitlich das Erdgeschoss bis 30. Juni 2012 fertigzustellen. Um der Stadt finanziell entgegenzukommen hat der Verein für Heimatgeschichte und Museen in Mengen einen Spendenaufruf gestartet. Bis jetzt sind 12000 Euro zusammengekommen.

„Das ist eine ganz ordentliche Summe“, betonte Bürgermeister Stefan Bubeck, dass es der Stadt Verpflichtung genug sein sollte, wenn das Heimatmuseum den Bürgern so viel wert ist.

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