Experten überprüfen Fahrräder von Schülern

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 Die Experten zeigen den Schülern des Gymnasiums, worauf es bei der Radsicherheit ankommt.
Die Experten zeigen den Schülern des Gymnasiums, worauf es bei der Radsicherheit ankommt. (Foto: Jennifer Kuhlmann)
Maren Grauer

Da das Gymnasium in Mengen von vielen aktiven Radfahrern besucht wird, waren kürzlich die „Radchecker“ aus Heidelberg dort zu Gast. Das dreiköpfige Team um Wolfgang Richert überprüfte die Fahrräder der Schüler und gab Tipps, wie man die Sicherheit und Ergonomie verbessern kann – teilweise wurden auch kleine Reparaturen vorgenommen.

Die „Radchecker“ werden zu Stadtteilfesten, Radwegeinweihungen, zum Stadtradeln und teilweise auch in Schulen oder Firmen eingeladen. Gemeinsam mit den Teilnehmern schauen sie sich die Fahrräder an, erklären alles rund ums Fahrrad, beantworten Fragen, die einem zum Thema Fahrrad auf dem Herzen brennen und nehmen teilweise auch kleine Reparaturen vor. Doch das Hauptaugenmerk liegt auf dem Check der Fahrräder. Zudem geben sie Empfehlungen, wohin die Teilnehmer zu einem Fahrradhändler in ihrer Nähe gehen können und geben zum Teil auch Listen mit wichtigen Fragen und Anliegen für den Fahrradhändler vor Ort mit.

Die Schüler des Gymnasiums sind nacheinander klassenweise mit ihrem Klassenlehrer und ihren Fahrrädern in den Innenhof zum Pavillon gekommen. Dort bauten die „Radchecker“ im Vorfeld ein Zelt auf, in welchem sich sämtliche Fahrradteile, Werkzeug, Anschauungsmaterialien und sonstiges Zubehör befand. Ausgestattet mit Mund-Nasen-Bedeckung und nach dem Desinfizieren der Hände konnte es losgehen: Einer der „Radchecker“ stellte zunächst allgemeine Fragen zum Fahrrad und zur Sicherheit im Straßenverkehr und erklärte, wieso Beleuchtung und Reflektoren, besonders im Herbst und Winder, extrem wichtig sind. Dann wurden die Fahrräder der Schüler gemeinsam begutachtet und zusammengetragen, welche Mängel jeweils vorliegen. In den meisten Fällen stimmte laut der Experten etwas mit den Bremsen und der Beleuchtung nicht. Viele kommen mit einem Mountainbike oder einem ähnlich sportlichen Fahrrad zur Schule, doch diese sind – im Gegensatz zum Alltagsrad – häufig nicht richtig mit Lichtern und Reflektoren ausgestattet. Mittlerweile haben zwar einige ein Stecklicht, was viel besser ist als gar kein Licht, was jedoch immer noch nicht optimal ist. Das Mountainbike ist wirklich ein explizites Sportrad, für den Weg in die Schule eher ungeeignet ist – vor allem, wenn es morgens dunkel ist.

Das ist auch ein großes Anliegen von Wolfgang Richert, denn bei fast allen Rädern fehlte die Beleuchtung. Ein Autofahrer hat dann im Dunkeln keine Chance, den Radfahrer rechtzeitig zu sehen, was extrem gefährlich ist und zu schwerwiegenden Unfällen führen kann. Aber es ist ja eigentlich gar nicht schlimm, einige Reflektoren an den Speichen zu haben. Deshalb sollten Schüler ihr Fahrrad von Eltern oder dem Fahrradhändler aufrüsten lassen, sodass sie im Straßenverkehr sicher sind und gesehen werden. Damit sind sie auch bestens für die Lichtkontrolle der Lehrer nach den Herbstferien gerüstet. Denn kurze Zeit später wird auch die Polizei alle Räder auf eine korrekte Beleuchtung überprüfen.

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