Eli wirft einen Blick in die Kaugummisammlung

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Kirsten Reinhardt liest in Mengen aus ihrem aktuellen Buch.
Kirsten Reinhardt liest in Mengen aus ihrem aktuellen Buch. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Buchautoren sind nicht immer hochberühmt, extrem alt oder unnahbar, sondern ganz normale Menschen, mit denen man reden kann. Diese Erfahrung durfte die Autorin Kirsten Reinhardt als Schülerin bei einer Autorenlesung machen. Heute liest die Schriftstellerin selbst vor Schulklassen und fesselt die Aufmerksamkeit ihrer Zuhörer dabei mit Bildern, Briefen und Anschauungsmaterial.

So ging bei ihrer Buchvorstellung vor den sechsten Klassen der Realschule und des Gymnasiums in Mengen auch eine Schachtel mit bunten, vorgekauten Kaugummis durch die Reihen und zog die Mädchen und Jungen in ihren Bann. Solche Kaugummis sammelt der Kaugummigraf, von dem das gleichnamige Buch handelt, das Kirsten Reinhardt am vergangenen Montag in der Stadtbücherei Mengen vorstellte: Zuerst weiß der alte Graf Eberhard von Eberhardstein gar nicht, was er von der Ausreißerin Eli halten soll.

Das zerstrubbelte Mädchen will bei ihm in seinem alten Bahnhof wohnen und seine ganze Tee- und Nachdenkroutine durcheinanderbringen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten werden die beiden Freunde und der Graf beginnt, aus seinem Leben zu erzählen. Eli darf sogar seine grosse Kaugummisammlung sehen, von denen jedes eine eigene Geschichte hat. Als dem Bahnhof der Abriss droht, hecken die beiden einen Plan aus, um das Gebäude zu retten…

Kirsten Reinhardt wurde 1977 in einem ziemlich kleinen Ort in der Lüneburger Heide geboren. Inzwischen lebt sie in Berlin. Sie verbrachte einige Jahre in Tokio, studierte Theaterwissenschaft und Literatur, arbeitete in etlichen Cafés und als Redakteurin einer überregionalen Tageszeitung. Kirsten Reinhardt liest unheimlich gern vor und spricht mit Kindern und Erwachsenen über ihren Beruf und all die seltsamen Dinge, die in ihren Büchern so vorkommen. Reinhardt erhielt den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis und wurde für den Hansjörg-Martin-Preis nominiert.

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