Eingelagerte E-Ladestation soll im Bauhof installiert werden

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Derzeit können Besitzer von E-Autos ihre Fahrzeuge in Mengen nicht aufladen.
Derzeit können Besitzer von E-Autos ihre Fahrzeuge in Mengen nicht aufladen. (Foto: Archiv: dpa/Franziska Kaufmann)

Besitzer von E-Autos haben in Mengen keine Möglichkeit, die Batterien ihrer Fahrzeuge an öffentlichen Ladesäulen mit Strom aufzutanken. Wie Bürgermeister Stefan Bubeck der „Schwäbischen Zeitung“ bestätigt, hat die Stadt Mengen zwar vor rund zwei Jahren eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge angeschafft, diese aber bislang nicht in Betrieb genommen. Sie soll nun zeitnah am Bauhof installiert werden, dann aber bloß für stadteigene Fahrzeuge genutzt werden.

Der Mengener Andreas Holzmann hat sich bewusst für ein Elektroauto entschieden, um auf seiner täglichen Fahrt zur Arbeit nach Ehingen einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. 300 Kilometer Reichweite hat sein Renault Zoe. „Eigentlich genau richtig“, sagt er. „Aber mit dem Aufladen ist das nicht ganz so einfach.“ An einer normalen Steckdose kann das schon einmal länger dauern, als Holzmann eigentlich zu Hause darauf warten kann und möchte. „Ich versuche öfter in anderen Gemeinden mein Glück, aber im Sigmaringer Parkhaus zum Beispiel ist die Ladestation oft besetzt“, sagt er. „Es wäre toll, wenn es in Mengen eine Option gäbe. Aber das hat die Stadt wohl vollkommen verschlafen.“

Sich für eine E-Ladestation entschieden haben sich die Gemeinderäte eigentlich bereits vor zwei Jahren. Damals ging es um die Neugestaltung des Vorplatzes des Gymnasiums. Neben Fahrrad- und Autoparkplätzen sollte dort auch eine E-Ladestation für Autos installiert werden. Die Umgestaltung war dann aber wieder verschoben worden, da zunächst mit einem Architektenwettbewerb der Teilneubau des Gymnasiums geplant werden sollte.

Die Ladestation war zu diesem Zeitpunkt aber bereits angeschafft, wie Bürgermeister Stefan Bubeck zugibt. „Aber weil wir uns für den Standort am Gymnasium entschieden hatten, dort aber alles noch einmal überplant werden sollte, wurde die Station noch nicht aufgestellt“, sagt Bubeck. „Wir wollen dann ja auch den richtigen Standort im Gesamtkonzept.“ So sei die Ladesäule im Bauhof eingelagert worden, wo sie noch heute liege. „Um sie aber zeitnah nutzen zu können, werden wir sie wahrscheinlich im Bauhof installieren“, sagt Bubeck. Der Stadtverwaltung schwebe vor, für den Bauhof Elektrofahrzeuge anzuschaffen, die dann an der Säule geladen werden könnten. „Den Vorschlag unterbreiten wir demnächst dem Gemeinderat“, so Bubeck.

Andreas Holzmann wird davon allerdings nichts haben, denn für die Öffentlichkeit soll die Anlage nicht zugänglich gemacht werden. „Aber wir prüfen gerade Standorte für Ladesäulen, die noch schneller sind als die, die wir dann am Bauhof hätten“, sagt Bubeck. Am Gymnasium soll es auf jeden Fall eine geben, weitere Orte könnten dazukommen.

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