Drei fünfte Klassen für die Sonnenlugerschule

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Die Schüler der Sonnenlugerschule fühlen sich nicht nur in ihrem neuen Lernhaus wohl. Das schlägt sich auch in den Anmeldezahlen
Die Schüler der Sonnenlugerschule fühlen sich nicht nur in ihrem neuen Lernhaus wohl. Das schlägt sich auch in den Anmeldezahlen nieder. (Foto: jek)

Obwohl bis zum Schuljahresbeginn erfahrungsgemäß immer noch einige Nachmeldungen kommen, sind die Schulleiter der drei weiterführenden Schulen in Mengen und die Stadt Mengen als Schulträger mit den Anmeldezahlen sehr zufrieden. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Stadt hervor, laut der insgesamt 150 Kinder für die fünften Klassen in Mengen angemeldet wurden. Besonders hoch ist die Nachfrage an der Gemeinschaftsschule Sonnenlugerschule, die bei derzeit 63 Anmeldungen sogar eine dritte fünfte Klasse bilden wird. Gymnasium und Realschule bleiben zweizügig.

Joachim Wolf, Schulleiter der Sonnenlugerschule, hatte es schon im Gefühl, dass es in diesem Jahr wieder mehr Anmeldungen geben würde. „Es hat vor den Anmeldeterminen ein unglaubliches Interesse der Eltern gegeben“, sagt er. „Die sind schon sehr gut vorbereitet zum Informationstag gekommen, haben ihre Kinder zum Schnupperunterricht geschickt und haben viele Beratungsgespräche gesucht.“ Da ahnte der Schulleiter bereits, dass die 43 Anmeldungen vom Vorjahr noch getoppt werden würden. „Aber dass wir gleich eine dritte Eingangsklasse bilden können, hätte ich nicht gedacht“, sagt er. So viele Schüler hätte es in einem Jahrgang zuletzt vor 20 Jahren gegeben. „2001 wurde zuletzt eine dreizügige Klassenstufe gebildet.“

Zuspruch aus Nachbargemeinden

Für Wolf und die Stadt als Schulträger ist die hohe Anmeldezahl eine Bestätigung dafür, dass an der Gemeinschaftsschule gute Arbeit geleistet wird und sie in Mengen und den Nachbargemeinden einen guten Ruf genießt. In der Tat sei es so, dass ein Drittel der künftigen Fünftklässler der Sonnenlugerschule nicht aus dem Kerneinzugsgebiet Mengen, Hohentengen und Scheer kommen wird, sondern aus anderen Kreiskommunen. „Uns freut natürlich, dass der neue Schultyp mit dem pädagogischen Ansatz des individuellen Lernens so geschätzt wird“, sagt Wolf. Außerdem mache diese Entwicklung, gemeinsam mit den Anmeldezahlen am Gymnasium und der Realschule deutlich, dass sich die drei Schulen die Schüler nicht gegenseitig wegnehmen.

Die Stadt als Schulträger sieht sich durch die Anmeldezahlen in der Entscheidung bestätigt, sich für das Konzept einer Gemeinschaftsschule entschieden zu haben. „Die Investitionen der Stadt Mengen in den Schulbau in Höhe von rund zehn Millionen Euro in den letzten Jahren sind gut angelegt“, heißt es in der Pressemitteilung.

„Die Stadt hat die Gemeinschaftsschule nicht nur beantragt, sondern dieser Entscheidung auch Taten folgen lassen“, sagt Schulleiter Wolf. Nur durch die Sanierung der Pavillons und das neue Lernhaus sei es möglich, das neue Konzept auch passend und konsequent umzusetzen. Die dritte fünfte Klasse könne problemlos untergebracht werden. „Aber es wird Zeit, dass die Pavillons fertig werden“, sagt er. Nach derzeitigem Stand sollen die Klassenräume zum neuen Schuljahr bezugsfertig sein, die Fachräume etwas später.

Für Mechtild Kniele, Leiterin der Realschule, sind die aktuell 45 Anmeldungen an ihrer Schule in Ordnung. „Es sind zwar zehn Anmeldungen weniger als im vergangenen Jahr, aber wir bleiben stabil zweizügig“, sagt sie. Es würden kleinere Klassen gebildet, was aber für die Lernathmosphäre ja eher positiv sei. „Das neue Realschulkonzept hat sich bewährt, wir bleiben die Schule für den mittleren Bildungsabschluss in Mengen“, sagt sie. Unter den Neuanmeldungen seien außerdem einige Kinder mit Gymnasialempfehlung. „Dass der gute Ruf der Sonnenlugerschule auch Schüler aus der Region nach Mengen holt, freut auch mein Kollegium“, sagt Kniele. „Wir sehen uns nicht als Konkurrenz, sondern als Partner.“ Gemeinsam könnten alle Schul- und Betreuungsformen in Mengen angeboten werden.

Rein rechnerisch blieben dann für das Gymnasium noch 42 Anmeldungen übrig. Schulleiter Stefan Bien war am Dienstag aufgrund einer Fortbildung nicht für die Schwäbische Zeitung erreichbar. Auf der Webseite des Gymnasiums ist von „etwa 45 angemeldeten Kindern“ die Rede, was bei zwei fünften Klassen eine angenehme Klassengröße mit sich bringe.

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