Diese Frauen sind frei organisiert und emanzipiert

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Die Frauen, die sich regelmäßig bei der Frauengemeinschaft Ennetach treffen, verstehen sich bestens.
Die Frauen, die sich regelmäßig bei der Frauengemeinschaft Ennetach treffen, verstehen sich bestens. (Foto: Vera Romeu)
Vera Romeu

Die Frauengemeinschaft Ennetach hat ihr 25-jähriges Bestehen im Gasthaus Adler gefeiert. An weiß gedeckten Tischen saßen die vielen Frauen zusammen, die seit Jahren jeden Monat zusammen etwas unternehmen. Lore Rometsch leitet sie mit den Ausschussmitgliedern Rosa Müller, Anita König, Christine Müller, Maria Siebenrock und Marlies Müller. Sie hatten an jeden Platz einen Piccolo Sekt mit einem Marienkäfer als Glücksbringer gestellt und dazu einen Stift, um die kommenden Termine aufzuschreiben. Die Feier wurde von Uschi Heinzelmann musikalisch sehr schön umrahmt.

Sie führte mit dem Lied „Ich möchte singen vor lauter Freude“ in die Feier ein. Zwischen den Strophen sprach sie einen kurzen Text hinein, in dem sie den Frauen zu dieser langen Gemeinschaft gratulierte, und sagte: „25 Jahre Freundschaft sind die Blüte des Augenblicks und die Frucht der Zeit“. Lore Rometsch hieß auch Pfarrer Stefan Einsiedler, Bürgermeister Stefan Bubeck, Ortvorsteher Wolfgang Eberhart und Marlies Stöckler als zweite Kirchengemeinderatsvorsitzende willkommen. Sie freue sich auf dieses Fest.

Pfarrer lüftet Erfolgsgeheimnis

Pfarrer Einsiedler bedankte sich dafür, dass Lore Rometsch ihm die Einladung persönlich überbracht habe. Er erinnerte an die Zeit vor 25 Jahre, als Pater Thomas die Frauengemeinschaft gegründet hatte. Es sei dann etwas dazwischen gekommen, das die Frauengemeinschaft gemacht habe, wie sie ist: nämlich gut emanzipiert, frei organisiert. So habe sie sich frei entwickelt, die eigene Zukunftslinie gezogen und benutze trotzdem die Räume der Kirchengemeinde. „Das ist auch ihr Erfolgsgeheimnis“, sagte Pfarrer Einsiedler. Er lobte das viele Soziale, das die Frauengemeinschaft ermögliche, die gute Atmosphäre im Ausschuss und die vielen Ausflüge, die in den 25 Jahren gemacht worden seien.

Er sprach die künftige Raumsituation an: Das Pfarrhaus werde verkauft, der alte Kindergarten saniert. Dort werde die Frauengemeinschaft auch unterkommen, wenn die Baumaßnahme abgeschlossen ist. Er wünschte den Frauen, dass sie den Übergang gut gestalten.

Auch Bürgermeister Bubeck gratulierte: Das sei ja ein Vierteljahrhundert. „Und einige von Ihnen sind seit Anfang an dabei“, sagte er und viele Frauen nickten. Die vielen Ausflüge und Vorträge, die organisiert worden sind, seien wichtig für das Miteinander. „Sie leisten eine wichtige Arbeit für unser Gemeinwesen“, sagte er zu Lore Rometsch und den Ausschussmitgliedern. Dass so viele Frauen zum Jubiläumsfest gekommen seien, zeige, dass diese Arbeit sehr gut angenommen werde, so Bubeck. Er wünschte den Frauen noch sehr viele schöne gemeinsame Nachmittage.

Ortsvorsteher Eberhart gratulierte auch im Namen der Ennetacher Vereine, und stellte mit Humor fest, es habe in Ennetach schon immer starke Frauen gegeben. Es sei schön, nicht anonym zu sein, miteinander in die Kirche zu gehen, Ausflüge zu machen, in Freundschaft verbunden zu sein. Das sei Dorfleben, sagte er.

Ausschussmitglied Marlies Müller trug ein schönes Jubiläumsgedicht vor, das sie geschrieben hatte. Sie ließ die viele Ausflüge Revue passieren. Die Frauengemeinschaft sei wie eine große Familie. Anschließend gab es ein gutes Abendessen von der Adlerwirtin Rosi und schöne Lieder von der Sängerin Uschi Heinzelmann. Es herrschte beste Stimmung bis weit in den Abend hinein.

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