Die Vorfreude auf den neuen Standort steigt

Lesedauer: 6 Min
 Studieren in den Räumen der künftigen Stadtbücherei die Pläne (v.l.): Hauptamtsleiterin Sabine Reger, Sachgebietsleiterin Hochb
Studieren in den Räumen der künftigen Stadtbücherei die Pläne (v.l.): Hauptamtsleiterin Sabine Reger, Sachgebietsleiterin Hochbau Cornelia Hund und die Leiterin der Stadtbücherei Monika Hapke. (Foto: Jennifer Kuhlmann)

Ein Lesercafé, eine Außenrückgabe, Bereiche für Kinder- und Jugendliche und endlich mehr Platz für Lesungen. Am neuen Standort in der Hauptstraße 77 (der ehemaligen Quick-Schuh-Filiale) wird die Stadtbücherei nicht nur alle Medien wieder an einem Ort präsentieren können, sondern auch an Aufenthalts- und Servicequalität gewinnen. Wenn die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen voranschreiten wie geplant, wird die Bücherei Anfang Juli am neuen Standort öffnen können.

Die Vorfreude steigt nicht nur bei Büchereileiterin Monika Hapke, die seit der Schließung des Alten Fuchses 2014 mit den beengten Verhältnissen in der Hauptstraße 51 auskommen muss. „Vielen Nutzern der Bücherei geht es genauso“, sagt sie. „Die sind schon neugierig, wie die neuen Räume aussehen werden und fragen nach, wann es endlich soweit ist.“ Viele von ihnen hatten sich bei einer den Planungen für ein modernes Konzept vorausgegangenen Umfrage für mehr Platz, Sitz- und Arbeitsmöglichkeiten ausgesprochen.

All das wird es künftig auf rund 400 Quadratmetern geben. Die Stadt Mengen nimmt 227000 Euro in die Hand, um die neuen Räume mit einer komplett neuen Einrichtung auszustatten. Rund 14000 Medien werden den Nutzern zur Verfügung stehen. „Dann haben wir wieder alles an einem Ort“, sagt Hapke. Derzeit ist ein Teil der Medien noch im Alten Fuchs gelagert, weil in der aktuellen Bücherei nicht genug Platz für alle ist. Auf Bestellung holen die Büchereimitarbeiter die Bücher oder CDs aus dem Fuchs herüber.

Bereiche nach Lesealter

Eigene Bereiche wird es künftig für Kleinkinder und Grundschüler, Kinder im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren sowie Jugendlichen ab 13 Jahren geben. Sitz- und Kuschelecken laden ein, es sich mit einem Buch gemütlich zu machen. Im Lesercafe mit Sesseln und Bistrotischen werden Zeitungen und Zeitschriften ausliegen, wer mag, kann sich am Automaten einen Kaffee ziehen. „Der Bereich der sogenannten Schönen Literatur ist gleich nebenan“, sagt Hapke.

Neu ist außerdem ein Bereich für Bürger- und Touristeninformation. „Seit sich die Bücherei in der zentralen Lage an der Hauptstraße befindet, kommen mehr Leute mit allgemeinen Fragen oder Touristen herein“, sagt Hauptamtsleiterin Sabine Reger. „Dieser Nachfrage wollen wir mit dem neuen Angebot gerecht werden.“ Ausgelegt würden Materialien über die Region, Wanderführer und Karten für Radfahrer.

Die Arbeitsplätze werden mit Steckdosen ausgestattet, freies WLan verfügbar sein. An einem Terminal können Büchereibesucher Recherchen am Computer machen oder sich mit einem Scanner selbst Medien ausleihen. „Das soll einerseits das Personal entlasten, andererseits Wartezeiten verkürzen, wenn es jemand besonders eilig hat“, so Reger.

Zwei Mitarbeiter anwesend

Angedacht sei, dass neben Monika Hapke, die offiziell zu 50 Prozent für die Stadtbücherei und zu 50 Prozent für die Volkshochschule arbeitet, durch mehrere Teilzeitkräfte unterstützt wird. Bei insgesamt 1,2 Stellen für die Bücherei soll es am Ende so organisiert werden, dass immer zwei Mitarbeiter gleichzeitig anwesend sind. „Dafür suchen wir gerade noch Verstärkung“, sagt Reger. Ziel sei es, die Öffnungszeiten auch in Krankheits- und Urlaubszeiten zu gewährleisten und außerdem vielleicht einmal in der Woche auch mittags zu öffnen.

Alle Bücherregale werden auf Rollen stehen, sodass sie bei Bedarf verstellt werden können. Dies wird vor allem in dem Bereich gebraucht, in dem später auch Veranstaltungen stattfinden sollen. Die Regale werden zur Seite geschoben und schon hat man Platz für eine Gruppe von rund 40 Personen. „Dann können wir wieder Autoren zu Lesungen einladen und mehr Angebote für Schulklassen machen“, sagt Hapke. Den Kontakt zu den Schulen und Kindergärten will sie auf jeden Fall wieder intensivieren.

Damit die Außenrückgabe über ein Fach, das Nutzer mit ihrem Leserausweis öffnen können, und die neue Software funktioniert, müssen alle Medien mit Transpondern ausgestattet werden. „Da haben wir noch eine Menge Arbeit vor uns“, sagt Hapke. Sie geht davon aus, dass die Bücherei vor der Neueröffnung etwa zwei Monate komplett geschlossen bleiben muss. „Die Zeit brauchen wir einfach, um alles gut vorzubereiten“, sagt sie. Am alten Standort ist der Mietvertrag zum 31. Mai gekündigt worden.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen