Die neuen Schülertoiletten in Katende sind fast fertig

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Es wird nicht mehr lange dauern, dann können die Schüler des St. Anthony Technical and Business Instituts in Katende in Uganda ihre neuen Toiletten benutzen. Sie wurden in den vergangenen Wochen mit den Spenden aus der Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ der Schwäbischen Zeitung und weiteren Mitteln des Weltkreises der katholischen Liebfrauengemeinde errichtet. „Wir haben das Geld Anfang März überwiesen und schon wenige Tage später Fotos von den Erdarbeiten bekommen“, sagt Edwin Lerch, der für den Weltkreis den Kontakt nach Katende hält. „Jetzt steht das Gebäude und muss noch verputzt werden.“

Edwin Lerch hat die Berufsschule, die die Kirchengemeinde seit drei Jahren unterstützt, im vergangenen Oktober besucht. Was er vor Ort gesehen und in Gesprächen in Erfahrung gebracht hat, gibt derzeit die Marschroute für die finanzielle Unterstützung aus Mengen vor. Nachdem die Sanitäranlagen sich in einem desaströsen und unzumutbaren Zustand befanden, beschlossen die Mitglieder des Weltkreises zusammen mit Pfarrer Stefan Einsiedler, hier zuerst Abhilfe zu schaffen. Außerdem wollten die Mengener versuchen, möglichst viele Spenden für die Ausstattung der einzelnen Ausbildungszweige von Kfz-Mechaniker über Schreiner und Maurer bis zu Friseuren und Gastronomen zu bekommen.

„Die Unterstützung aus der Bevölkerung ist in beiden Bereichen groß“, sagt Edwin Lerch. Die 3000 Euro, die der Weltkreis aus der SZ-Spendenaktion erhalten hat, sind mit weiteren 2000 Euro, die noch aus den Zeiten des Peru-Kreises stammen und nun für Uganda freigegeben wurden, für die Toilettenanlage an die Schule überwiesen worden. „Ursprünglich hatte das ausführende Unternehmen Pläne mit Gesamtkosten von 9000 Euro vorgelegt, aber sowie die Toiletten schon jetzt aussehen, glaube ich nicht, dass die zweite Rate noch sehr hoch ausfallen wird“, sagt Lerch.

Wunschliste funktioniert gut

Dadurch, dass Lerch die Ausbildungslehrer nach ihren größten Wünschen für den Unterricht gefragt hatte, konnte eine Liste mit notwendigen Maschinen und Gerätschaften erstellt werden. Die Idee, dass Spendenwillige selbst aussuchen können, wofür sie Geld geben, ist gut angenommen. Bereits im Januar hätten 8000 Euro für bestimmte Ausstattungsgegenstände überwiesen werden können und nun im März weitere 4000 Euro. Die Spenden sind zweckgebunden und wurden zum Beispiel für Nähmaschinen, Kreissägen, Trockenhauben und das heiß ersehnte Auto für die Kfz-Mechaniker verwendet. Für jede einzelne Investition erhält der Weltkreis aus Uganda das Foto einer Rechnung und Bilder, die das neue Gerät im Einsatz zeigen. „Natürlich müssen wir ein gewisses Grundvertrauen mitbringen, dass vor Ort richtig gehandelt wird“, sagt Edwin Lerch. „Das tun wir auch. Aber die Dokumentation der Investitionen soll ja vor allem auch den Spendern zeigen, dass ihr Geld angekommen ist.“ Edwin Lerch lässt jedem einzelnen, der zweckgebunden gespendet hat, zum Dank Fotos zukommen, die Schüler zeigen, die das gespendete Gerät benutzen. „Das kommt bei den Spendern gut an“, sagt er. Schulleiter und Pfarrer in Katende hätten verstanden, wie wichtig die Dokumentation sei und kamen ihr mittlerweile gut nach. „In den letzten Mails haben sie berichtet, dass die Schüler sich sehr über die neuen Maschinen gefreut haben und dadurch angespornt werden, noch härter zu arbeiten“, sagt Lerch. Mit guter Ausbildung haben die jungen Leute bessere Chancen auf Arbeit.

Das Schulgebäude, das mit Mitteln des Weltkreises und den Lesern der Schwäbischen Zeitung, begonnen worden war, hatte aufgrund der Toilettenproblematik hinten anstehen müssen. „Aber da bleiben wir natürlich auch dran“, sagt Lerch.

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