Die Küsse der Ditzeledes sind begehrt

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Heimspiel für die Löwen den Mengener Narrenzunft.
Heimspiel für die Löwen den Mengener Narrenzunft. (Foto: Vera Romeu)

Viele Bürger sind am Sonntag in die Mengener Innenstadt gekommen, um den Fasnetsumzug zu erleben. Am Rathaus stand Ehrenzunftmeister Martin Klawitter und stellte die Gruppen vor. Als exzellenter Kenner der Zünfte unterhielt er die Zuschauer mit schönen Geschichten oder Details zu den Gruppen, die gerade vorbei gingen.

Insgesamt waren es 19 Gruppen von zwölf Narrenzünften. „Mir isch dr Mengener Umzug lieber. Der isch itt so lang“, sagten einander zwei Frauen am Wurststand. In der Tat: Der Umzug ist unterhaltsam, nach einer guten Stunde vorbei und so bleibt Zeit, um anschließend beispielsweise in Ruhe Berliner zu essen. Die Mengener Narrenzunft führte den Umzug an. Die Ditzelede-Gruppe machte mit den Bütteln, dem Bumbum und dem Unhold den Anfang.

Die Saublotra sind gefürchtet, die Ditzelede-Küsse sind sehr begehrt: Der rot-weiße Abdruck ist eine Ehre, die man gerne zeigt. Plätzler, Löwen, Stadthexen folgten. Unter „Älles-duranand“ liefen alle Gruppen der Mengener Hausfasnet: bunt, laut, unterhaltsam. Aus den Teilorten waren die Feifer aus Ennetach dabei und die Blochinger, wo älles den Bach na goht. Die befreundeten Burrenweiblen aus Einhart liefen mit.

Aus der Region waren die Zünfte aus Hayingen mit ihrem lustigen Mäck-Mäck da, die spektakulären Kohlrabiköpfe aus Inneringen, die Zußdorfer riefen Zockler-Oha, die leuchtend roten Füchse aus Uttenhofen, die unheimlichen Wasenstecher aus Riedhausen, die Semmerenger Schbiallumbaschlecker, die Oberzeller mit ihren schönen Masken und die Neufracher Zunft mit den klappernden Klufenmicheln.

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