Die Gemeinschaft soll erhalten bleiben

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 Der neu gewählte Vorstand der Ortsgruppe Scheer mit Heudorf und Blochingen der Katholischen jungen Gemeinde (KjG; v.l.): Tamara
Der neu gewählte Vorstand der Ortsgruppe Scheer mit Heudorf und Blochingen der Katholischen jungen Gemeinde (KjG; v.l.): Tamara Heinzelmann, Claudia Roeder, Ralf Pusch, Luca Konrad, Florin Heinzelmann und Nadine Pusch. (Foto: napu)
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Die Ortsgruppe Scheer mit Heudorf und Blochingen der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) hat sich am vergangenen Freitag im Gemeindehaus St. Antonius in Scheer neu gegründet. Im Rahmen einer Hauptversammlung wählten die Mitglieder ihre Pfarrleitung.

Die KjG entstand in Scheer aus einem Projekt von Gemeindereferentin Claudia Roeder. Diese hatte vor zwei Jahren das „offene Angebot für Erstkommunionkinder aus Scheer, Heudorf und Blochingen“ ins Leben gerufen. „Die Kinder machen zusammen die Erstkommunionvorbereitung. Aber danach geht es dann oft sehr schnell auseinander. Sie kommen in die fünften Klassen auf verschiedenen Schulen. Dadurch geht die Gemeinschaft, die in der Erstkommunionvorbereitung entstanden ist, meist schnell verloren“, erklärt Roeder.

Das solle sich mit dem offenen Angebot ändern. Den Rhythmus der Treffen für die Erstkommunionvorbereitung beibehaltend, wurde das offene Angebot einmal im Monat veranstaltet. Zur Leitung der Gruppenstunden wurden vier Jugendliche ins Boot geholt: Luca Konrad, Florin Heinzelmann sowie Ralf und Nadine Pusch. Nach mittlerweile zwei Jahren monatlicher Gruppenstunden mit fast 20 Kindern fiel die Entscheidung, als Ortsgruppe in den Dachverband der KjG einzutreten. Für die Mitglieder bedeutet das Vernetzung mit anderen KjG-Gruppen, aber auch die Möglichkeit zur Interessensvertretung auf Dekanats- oder Diozösanebene.

Eigens angereist für die Gründung waren Dominik Kern, Jugendseelsorger in den Dekanaten Bad Saulgau und Biberach, sowie Lukas Knorreck, Diozösanvorstand der KjG Rottenburg-Stuttgart. Sie übernahmen für die Dauer der Hauptversammlung den Wahlausschuss.

Katholische Taufe kein Muss

Vor der eigentlichen Vorstandswahl mussten sich die neuen Mitglieder aber zunächst zu den Werten der KjG bekennen. Diese sind Bildung, Spiritualität, Freizeit und Mitbestimmung. Unter dem Motto „Ein Verband der dich verändert, ein Verband den du veränderst“, sollen Kinder und Jugendliche Demokratie und Eigenverantwortung lernen.

Deshalb darf auch jedes Mitglied unabhängig von seinem Alter wählen. Dabei ist die KjG an die katholische Kirche angelehnt, aber kein Teil davon. Um Mitglied zu werden, ist es also nicht zwingend erforderlich, katholisch getauft zu sein. Nach diesem Schritt erfolgte dann die Vorstandswahl. Gemäß der KjG-Satzung wurden die jeweiligen Ämter, sofern möglich, paritätisch mit männlichen und weiblichen Mitgliedern besetzt. Zur weltlichen Pfarrleitung wurden Luca Konrad sowie Ralf und Nadine Pusch gewählt. Die geistliche Pfarrleitung ging an Pfarrer Pontian Wasswa und Gemeindereferentin Claudia Roeder. Das Amt des Kassiers übernahm Florin Heinzelmann, zur Kassenprüferin wurde Tamara Heinzelmann gewählt.

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