„Der Wolf kommt“: Wolfs-Debatte wird immer hitziger geführt

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 Bei der Podiumsdiskussion „Wölfe – schützen oder schießen?“ wird deutlich, wie sehr das Thema die Gemüter bewegt.
Bei der Podiumsdiskussion „Wölfe – schützen oder schießen?“ wird deutlich, wie sehr das Thema die Gemüter bewegt. (Foto: Alexander Heinl/DPA)
Christoph Klawitter
Im zweiten Teil konnten Besucher Fragen stellen: Im Publikum saß der Grünen-Kreisvorsitzende Klaus Harter. Er griff Klaus Burger (CDU) an: „Ich habe den Eindruck, Sie reden den Bauern nach dem Mund“, sagte er zu Burger. Dieser wiederum wies das mit erhobener Stimme entschieden zurück. Adolf Maier, Mediziner aus Bad Saulgau und Jäger, wies darauf hin, dass es wichtig sei, dem Wolf zu vermitteln, dass der Mensch sein Feind sei. Martin Neher, Landwirt aus Mengen-Granheim, kritisierte: „Ich verstehe die ganze Diskussion nicht.“ Der Wolf sei nicht ohne Grund in Deutschland früher ausgerottet worden. Der Wolf sei gefährlich, betonte er. Nicht ohne Ironie forderte er, dass diejenigen, die sich für den Wolf aussprechen, auch die Menschen vor ihm schützen müssten. Karl Ederle bemängelte einen seiner Meinung nach falschen Denkansatz: Nicht der Mensch, sondern der Wolf müsse sich an den Menschen anpassen. Andrea Bogner-Unden sprach sich dafür aus, keine Ängste vor dem Wolf zu schüren. „Angst ist ein schlechter Berater“, sagte sie. Veranstalter war die katholische Landvolk-Bewegung. Angelika Pietschmann von der Erzdiözese Freiburg und Landwirt Josef Kugler III aus Rosna, in der Landvolk-Bewegung engagiert, wiesen auf die Notwendigkeit eines Dialogs hin.

Eine emotionale Podiumsdiskussion über das vermeintliche Problemtier bewegt zahlreiche Experten und Zuhörer. Die Ansichten gehen dabei weit auseinander.

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Im zweiten Teil konnten Besucher Fragen stellen: Im Publikum saß der Grünen-Kreisvorsitzende Klaus Harter. Er griff Klaus Burger (CDU) an: „Ich habe den Eindruck, Sie reden den Bauern nach dem Mund“, sagte er zu Burger. Dieser wiederum wies das mit erhobener Stimme entschieden zurück. Adolf Maier, Mediziner aus Bad Saulgau und Jäger, wies darauf hin, dass es wichtig sei, dem Wolf zu vermitteln, dass der Mensch sein Feind sei. Martin Neher, Landwirt aus Mengen-Granheim, kritisierte: „Ich verstehe die ganze Diskussion nicht.“ Der Wolf sei nicht ohne Grund in Deutschland früher ausgerottet worden. Der Wolf sei gefährlich, betonte er. Nicht ohne Ironie forderte er, dass diejenigen, die sich für den Wolf aussprechen, auch die Menschen vor ihm schützen müssten. Karl Ederle bemängelte einen seiner Meinung nach falschen Denkansatz: Nicht der Mensch, sondern der Wolf müsse sich an den Menschen anpassen. Andrea Bogner-Unden sprach sich dafür aus, keine Ängste vor dem Wolf zu schüren. „Angst ist ein schlechter Berater“, sagte sie. Veranstalter war die katholische Landvolk-Bewegung. Angelika Pietschmann von der Erzdiözese Freiburg und Landwirt Josef Kugler III aus Rosna, in der Landvolk-Bewegung engagiert, wiesen auf die Notwendigkeit eines Dialogs hin.
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