Der Sound ist mal filigran, mal rockig

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 Inge Gaigis begleitet Mirjam Haueisen, die Klarinette spielt, am Klavier.
Inge Gaigis begleitet Mirjam Haueisen, die Klarinette spielt, am Klavier. (Foto: Vera Romeu)
Vera Romeu

In der vollen Bürgerhalle sind die Musiker der Jugendmusikschule vor einem großen Publikum aufgetreten. Das Konzert war vielfältig, unterhaltsam und kurzweilig. Es zeigte das breite musikalische Spektrum, das an der Jugendmusikschule gelehrt wird: von Klassik bis Jazz und Popgesang. Bürgermeister Stefan Bubeck, Helmut Müller und André Streich ehrten die begabten Musiker, die bei Jugend musiziert und beim Tag der Bläserjugend Preise errungen haben.

Seit 45 Jahren lernen Schüler das Musizieren an der Jugendmusikschule. Bürgermeister Bubeck betonte, dass es der Stadt ein Anliegen sei, diese Bildungseinrichtung Musikschule zu erhalten. „Ziel ist es, auch künftig zahlreichen musikbegeisterten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Möglichkeit zu geben, musikalische Fähigkeiten zu entwickeln und Musik zu teilen“, sagte er. Denn das Teilen von Musik sei das große Geschenk. Musiker teilen ihre Emotionen mit dem Publikum, sie gewinnen und begeistern Menschen. Dadurch werde ihre Persönlichkeit gestärkt, sagte Bubeck. Das Teilen beinhalte auch Teilhaben, und das sei der Leitgedanke und der Bildungsauftrag der städtischen Jugendmusikschule seit ihrer Gründung, betonte Bubeck.

Das Konzert begann mit einer spannenden Performance der Elementar- und Blockflötenklasse, des Orff-Ensembles und des Chors der OWB Mengen. Zusammen rappten sie, sangen und spielten das Lied „Frère Jacques“ und am Ende wachte der schlafende Jacques tatsächlich auf und streckte sich genüsslich. Es gab jubelnden Applaus.

Am Klavier spielte Luca Conrad das bewegte jazzige Stück „Minor Blue“ von Philipp Moehrke und begeisterte das Publikum. Der nächste Auftritt war eine gemeinsame Produktion der Musikschulen Mengen und Bad Saulgau. Yannik Nerling (Fagott) und aus Bad Saulgau Franziska Kunze (Querflöte) und Daniel Ostermaier (Cembalo) beeindruckten die Zuhörer mit dem Satz „Allegro Vivace“ aus der Trio-Sonate A-Moll von Jean Bodin Boismortier, einem französischen Komponisten aus der Barockzeit in Paris. Das Werk erklang mit großer Leichtigkeit.

Filigran ließ Nils Gronbach an der Gitarre die Klänge der Melodie aus Fernando Carullis „Andante“ erklingen. Mirjam Haueisen gestaltete mit der Klarinette ihre zwei Sätze aus der „Chalumeau Sonatine“ von Paul Harris gekonnt. Sie wurde von Inge Gaigis am Klavier begleitet. Der junge Trompeter Manuel Widmann präsentierte „The Intruder“ von James Rae mit Gabi Wiens am Klavier. Tolle Rhythmen und strahlender Klang erfüllten das Bürgerhaus.

Die Trommler halten ihr Publikum in Atem

Als größere Formation traten die Trommler auf und spielten den „March oft the Gnomes“ von Eckhard Kopetzki. Annalena Harsch, Hannes Speh, Steven Buchmiller, Til Wetzel Julius Andre, Jonas Fink, Gioele Giardullo und Samuel Schwank hielten mit souveränem Spiel das Publikum in Atem. Auch das Präludium von Schostakowitsch wurde von den Geigerinnen souverän gemeistert: Jule Boden, Larissa Zöllner, Johanna Zöllner, Hanna Binder, Jana Dengler, Ilhana Hamzabegovic, Lina Orth, Frida Speh spielten mit Natalie Rau am Klavier mit viel Intensität und Melancholie. Als Querflöten-Quartett traten Ida Bleicher, Hannah Schneider, Carolin Kuchelmeister und Laura Kuchelmeister mit dem Stück „Die Schäfer“ von Marc Berthomieu auf. Das Quartett ist an sich eine anspruchsvolle Formation, weil jedes Instrument an exponierter Stelle spielt. Auch das Saxofon-Quartett mit Anna Allmaier, Carolin Müller, Nathanael Fink und Jochen Müller begeisterte mit „Ain’t She Sweet“ von Milton Ager.

Der Schlagzeuger Simon Kühnbach mit den Posaunisten Niklas Frank, Stefan Lutz, David Fink, Fabian Boßlet, Patrick Boßlet, Benedikt Schaut, Michael Bleicher und Lukas Rogg spielten das dynamische und mitreißende Stück „Jacky“ von Otto M. Schwarz. Sie rockten das Bürgerhaus mit ihren vorwärtstreibenden Tempi und überzeugendem Zusammenspiel. Den Schlussakkord setzte die junge Band mit den Sängerinnen Nelli Brauer und Raffaela D’ Angelo, den Gitarristen Sebastian Kaiser, Pius Bauch, Mia Siebenrock, dem E-Bassiten Michael Forsch und Fiona Siebenrock und Maximilian Buchberger am Keyboard. Es gab für alle tosenden Applaus.

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