Der Eisenbahnbau als Motor der Industrialisierung

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 Der neu erbaute Bahnhof Gutenstein um 1890.
Der neu erbaute Bahnhof Gutenstein um 1890. (Foto: Kreisarchiv Sigmaringen)
Schwäbische Zeitung

Der Bau und Betrieb der Eisenbahn hat die Welt verändert. Im Gefolge des neuen Personen- und Güterverkehrs entstanden im ausgehenden 19. Jahrhundert auch in der Region um Mengen viele neue Produktionsstätten und es kamen viele Menschen in Arbeit und Brot. Als Beitrag zum kreisweiten Kulturschwerpunkt „Handwerk und Industrie“ wird Willi Rößler am kommenden Mittwoch, 25. September, um 19 Uhr im Begegnungszentrum in der Reiserstraße 18 in Mengen in einem Bildervortrag über die gewerblichen Impulse der Eisenbahn im Landkreis Sigmaringen referieren.

An vielen Beispielen lässt sich aufzeigen, wie sich aus Handwerksbetrieben Industriebetriebe entwickelten. Der Bahnanschluss spielte hierbei eine große Rolle. So profitierten etwa die Schirmfabrik Schlösser und die Holzverarbeitung Katz & Co. aus Mengen vom Bahnanschluss. Josef Bautz verlegte seinen Betrieb von Lochhammer bei Eglofs vor allem wegen der Bahn nach Saulgau, und die Firma Eisele in Laiz sorgte für einen eigenen Bahnanschluss. Das Hüttenwerk Laucherthal konnte dank der Eisenbahn seine gesamte Produktion verändern. Auch die Landwirtschaft profitierte vom neuen Verkehrs- und Transportmittel, Zucht- und Schlachtvieh konnte nun zu den Märkten und Ausstellungen in Viehwagons transportiert werden. Massengüter wie Getreide, Holz und Salz wurden über weite Strecken befördert. Die Wege wurden kürzer, der Aktionsradius der Menschen weiter. Der Eintritt zu dem vom Kreiskulturforum und der Volkshochschule Mengen veranstalteten Vortrag ist frei.

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