Brian Chartrand dreht trotz Jetlag auf

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Brian Chartrand spielt Folk-Rock in der Alten Kirche.
Brian Chartrand spielt Folk-Rock in der Alten Kirche. (Foto: Vera Romeu)
vr und Vera Romeu

Das Sanfte-Töne-Festival hat am Samstag wieder viel Publikum angezogen. Die Alte Kirche in Rulfingen war voll besetzt. Aus gutem Grund, denn dieser Konzertabend hat jede Menge zu bieten. Johannes Schneiderhan hatte wieder ein tolles Programm mit vier Bands, die gut zusammen passten, zusammengestellt. Vier Bands mit unterschiedlicher Musik, sodass jeder im Publikum die seine fand. Sehr erwartet worden war vor allem Brian Chartrand. Seine Stimme und sein Humor begeisterten. Martina Eisele, Vorsitzende des Arbeitskreises Alte Kirche, dankte Schneiderhan am Ende des Abends für die Organisation und gestand, dass die Stimme Brians auch sie sehr bewegt habe.

Es war das sechste Festival und der Erfolg blieb ungebrochen. Das kleine Festival gehört inzwischen zu den Höhenpunkten des Konzertjahrs der Alten Kirche. Aufwendige Lichttechnik ließ die Bühne in roter und pinker Farbe glühen, Blüten drehten sich ruhig an der Decke, geometrische Muster verzauberten den Hintergrund. Zwischen den Auftritten der Bands war immer ausreichend Zeit, um bei einem Getränk seine Begeisterung mit anderen zu teilen.

Sänger berichtet von Projekten

Höhepunkt des Abends war das Brian Chartrand Trio aus Phoenix in Arizona, mit Lamar Gaines am Keyboard, Todd Chuba am Schlagzeug, dem Gitarristen und Sänger Brian Chartrand. Sie würden noch wegen des Jetlags ein wenig leiden, kokettierte der Bandleader, doch das verflog, als die ersten Klänge die Alte Kirche erfüllten. Die Band hatte wunderbare Songs der amerikanischen Folk-Rock Szene im Gepäck. Chartrand nahm sich Zeit, um von seinen Vorlieben und Projekten zu berichten. Er sprach über seine Band „The Sweet Remains“ und sein Projekt „Live from Laurel Canyon“.

Er zeigte sich voller Ideen, seine Begegnungen mit anderen Musikern und seine Bewunderung für sie waren aufschlussreich. Sein Humor kam gut an, seine Ausführungen zur Musik überzeugten. Das Trio fesselte mit der hohen Intensität seines Musizierens. Gaines ließ das Keyboard schwelgen, Chuba untermalte rhythmisch die Stimmung und Chartrand verblüffte mit seinem nuancenreichen Spiel und vor allem mit seiner Stimme. Jeder Tonfall sagte mehr als all die Worte. Jubelnder Beifall dankte für den außergewöhnlichen Act. Chartrand setzte den Schlussakkord mit einem Solo als Zugabe.

„Sweet Lemon“ passte gut zur Musik der beiden Schwestern Lena und Sophie Haslberger, die unter diesem Namen spielen und singen. Diesmal hatten sie einen weiteren Gitarristen dabei. Die schönen Songs über die Liebe und die Tücken der Liebe haben sie selbst geschrieben. Ihre sanften Stimmen und ihr unbeschwerter Musikstil aus Jazz und Soul kamen gut an.

Die Tettnanger Jungs von „The Lorbank Collective“ unterhielten das Publikum mit bestem Acoustic Folk-Rock. Aus ihren mitreißenden Songs entfaltete sich viel Emotion, die das Publikum begeisterte. Koje, Sebastian Schwaigert, machte den poetischen Auftakt des Sanften Töne Festivals. „Das war echt gut. Hat mir gefallen“, tauschen sich Begeisterte im Publikum aus.

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