Bodybuilderseele geteilt durch Pennerseele

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Hinweise finden und scannen, Rätsel lösen und am Ende mit der Zahlenkombination das Schloss öffnen.
Hinweise finden und scannen, Rätsel lösen und am Ende mit der Zahlenkombination das Schloss öffnen. (Foto: Janine Lehleiter)
Janine Lehleiter

Das Indoor-Angebot in der Uhlandstraße in Mengen kann unter

www.my-escape.de

angesehen werden.

Für das vergangene Wochenende hatten sich Sabine und Miriam Menner, das Escape Team aus Mengen, ein besonderes Outdoor-Exit-Game ausgedacht: Die Suche nach dem Code zum Öffnen einer Schatztruhe. Zusammen mit ihrem Team hat sich SZ-Mitarbeiterin Janine Lehleiter auf die Schnitzeljagd gemacht und eine ganz neue Art von Rätselspaß für sich entdeckt.

Zu einer spannenden Mission gehören eindeutig Detektivnamen. Mein Team bestand also aus Inspektor Lory und den Zwillingsdetektiven Mister G. und Mister D. Schon einige Wochen vor dem eigentlichen Event haben Sabine und Miriam Menner vom Escape Room Mengen über das Internet häppchenweise Hinweise verteilt. Die beiden hätten im Wald eine Truhe gefunden, deren Zahlenschloss nur mit einem fünfstelligen Code geknackt werden konnte. Die Truhe hätte einem gewissen Captain Mack Marrow gehört, der einst in Mengen sein Unwesen trieb. Eine Schatzkarte mit Symbolen, die verschiedene Orte in der Stadt markierten, sowie ein alter Zeitungsartikel sollte die Spieler schon in Rätselstimmung bringen. Zualler-erst mussten wir eine App auf das Handy herunterladen und einen Teamnamen wählen. Wir einigten uns schnell auf „Spartaschlümpfe“. Nacheinander suchten wir dann in fünf Etappen die Zahlen. Einzelne Zwischenrätsel brachten zusätzlich Punkte, sodass wir uns mit anderen Teams vergleichen konnten.

Unser erster Abschnitt hieß „Mengener Schwitzhütte“. Also los, auf schnellstem Weg zur Sauna! Ausgestattet mit GPS-Daten und einem Kompass, der allerdings überall, nur nicht nach Norden ausgerichtet war, fühlten wir uns wie richtige Detektive. Ein QR-Code vor dem Schwimmbadgebäude gab uns den entscheidenden Hinweis: Eine Fotografie der Öffnungszeiten, bei denen jedoch einige Ziffern abgedeckt waren, und den Tipp „17 Mal könntest du die Lösung hinter dem Blatt finden.“

Kreisverkehrsuche

Unser zweites Ziel sollte eigentlich der „Platz des Kreises“ sein, doch der Zufall führte uns zum Seelenhäusle nach Ennetach. Dort zeigte uns die App eine mathematische Rechnung bestehend aus Cartoon-Zeichnungen. Blitzschnell setzte Inspektor Lory die Preise der Seelen in die Rechnung ein (Cabrioseele plus Bodybuilderseele geteilt durch Pennerseele), um unseren Code zu erweitern. An dieser Station trafen wir auch auf das Team „Neipp“, das durch die „Schwäbische Zeitung“ auf die Aktion aufmerksam wurde: „Wir hatten am Samstagmittag sowieso nichts anderes vor.“

Nun wollten wir uns aber wirklich zum eigentlich zweiten Ziel aufmachen. Sämtliche Kreisverkehre – und davon hat Mengen bekanntlich eine Menge – wurden dabei angepeilt. Das Schild von „Beton Jäger“ sorgte jedoch für die nächste unerwartete Wendung: „Beim Jäger“ hieß nämlich ein weiteres Ziel. Erst bei der Wendeplatte neben der Bundesstraße fanden wir, in einer roten, kreisförmigen Markierung, unsere dritte Ziffer. Zurück auf großer Kreisverkehr-Suche war der Bahnhof unser nächster Zwischenhalt. Als wir die defekte Telefonzelle der Deutschen Telekom sahen, war klar, dass hier jedoch das Ziel vom Abschnitt „Telekommunikation“ lag. In der Zelle lag ein Zettel mit einer Handynummer. Beim Anrufen dieser Nummer teilte uns eine Computerstimme die nächste Ziffer mit. Nur noch eine einzige Zahl fehlte. Und uns gingen allmählich die Kreisverkehre aus. Also versuchten wir uns mittels des GPS-Systems der App zu orientieren, welches uns in Richtung Reiserareal führte. Mister D.s Geistesblitz rettete unsere Suche im entscheidenden Moment: „Es ist ein Wortspiel: Platz des Greises!“ Die Fassade des Altenheims lieferte die letzte Zahl.

Wir hatten den Code geknackt und konnten nun die Truhe im Escape-Room-Gebäude in der Uhlandstraße öffnen. Triumphierend drehte Mister G. die Zahlen am Schloss bis dieses aufsprang. Was war wohl in der Kiste drin? Es waren viele bunte Umschläge mit Gutscheinen für einen Besuch der Exit-Räume.

Das Indoor-Angebot in der Uhlandstraße in Mengen kann unter

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