Bürgerwache freut sich über ein unerwartetes Erbe

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Frank Riegger

Über ein unerwartetes Erbe hat Kommandant Major Georg Bacher die Mitglieder der Bürgerwache Mengen bei der Generalversammlung am Dreikönigstag informiert: Aus ihrer Verbundenheit zur Bürgerwache heraus hat Erna Hartnagel, die im vergangenen Jahr verstarb, dem Verein eine Zweizimmerwohnung und Barvermögen vermacht. Diese Nachricht nahmen die Mitglieder der Bürgerwache mit Freude und mit großem Respekt auf.

Gleich nach der Begrüßung der Versammlungsteilnehmer erinnerte Bacher an die Mitglieder, die im vergangenen Jahr verstorben waren – neben Erna Hartnagel auch Otto Kirchenbauer und Josef Kieferle. Bei den Wahlen wurden Schriftführer Franz Feinäugle, Schatzmeister Manfred Müller und die Kassenprüfer Robert Knaus und Manfred Bender einstimmig im Amt bestätigt

Georg Bacher berichtete, dass fünf neue Mitglieder in die Bürgerwache eingetreten sind. Damit verteilen sich 167 Uniformierte auf den Spielmannszug, das Musikkorps und die beiden Züge der Kompanie. Bacher schwärmte von seiner Bürgerwache und erklärte, dass er gerne und mit großer Freude jetzt mehr als 20 Jahre im Amt sei – vor allem, weil die Schlüsselpositionen mit aktiven und selbstständig arbeitenden Mitstreitern bestens besetzt seien.

In seinem Bericht ging Bacher auch auf die Aktivitäten im Jahresablauf ein. Die Konzertreise nach Dresden bezeichnete er als ein besonderes Erlebnis, das das Ansehen von Bürgerwache und Stadt gefördert und die Kameradschaft untereinander vertieft habe. Auch das gemeinsame Auftreten der beiden großen Wehren im Landesverband, Bürgerwache Mengen und ihre Patenwehr Bürgerwache Saulgau in Hohentengen und Bad Saulgau zeugten von ehrlicher Kameradschaft. Viele treue Spender aus der Bürgerwache, von Unternehmen und aus der Bürgerschaft hätten dazu beigetragen, dass die hohen Kosten für Uniformen und Ausrüstung bezahlt werden konnten.

Viel Arbeit für die Waffenwarte

Schriftführer Franz Feinäugle ließ das vergangene Jahr Revue passieren und Schatzmeister Manfred Müller stellte die Vereinsaktivitäten im Jahr 2019 in Zahlen vor. Tambourmajor Michael Feinäugle informierte die Versammlungsteilnehmer über die Probenarbeit und die Auftritte mit seinen 31 Spielleuten des Spielmannszugs. Der Fourier Martin Fischer stellte in seinem Bericht fest, dass selten so viel geschossen worden sei wie im abgelaufenen, ereignisreichen Vereinsjahr. Für die Waffenwarte sei es deshalb ein arbeitsreiches Jahr gewesen, sagte Fischer.

Lobende, gleichzeitig aber auch mahnende Worte richtete Kompaniefeldwebel (Spieß) Herbert Beutel an seine Kompanie. Er gab einen humorvollen, aber auch ernsten Rückblick über 14 Ausrücken und sechs Proben der Kompanie. Leutnant Manfred H. Müller stellte die Ausrücktermine 2020 vor und berichtete als Tutor des Bürgerwachchors über dessen 31 Auftritte. Unter der Leitung von Josef Grüner waren die 18 Sänger bei verschiedenen Anlässen im Einsatz. Im Oktober wurde das 30-jährige Bestehen des Chors mit einem Jubiläumskonzert gefeiert.

Oberleutnant Joachim Kretzdorn stellte die Namen der Beförderungen und Auszeichnungen am kommenden Jahrtag, dem 18. Januar vor. Von 10 bis 60 Jahren Mitgliedschaft als Bürger im Bunten Rock werden dann Frauen und Männer geehrt. Die zweite, erweiterte Auflage von Urban Bachers Buch „Deutsche Marschmusik: Hintergründe, Geschichte und Tradition der Soldaten und ihrer Musik“ wurde bei der Versammlung vorgestellt und mit Widmung zum Kauf angeboten.

Klaus Voggel, Vorsitzender der Stadtkapelle Mengen, dankte für das fruchtbringende Miteinander und stellte fest, dass die Reise nach Dresden den Zusammenhalt zwischen Musik und Wehr gefördert habe. Bürgermeister Stefan Bubeck lobte den hohen Bekanntheitsgrad der Bürgerwache. Sie sei der größte und schönste Werbeträger der Stadt. Bubeck dankte dem Kommando und den Organisatoren für ihre Arbeit das ganze Jahr über und für die gelungene Reise nach Dresden. Auch die Erbschaft von Erna Hartnagel zeige die Wertschätzung der Bürgerwache in Mengen. 167 Uniformierte zeugten von Kameradschaft und einem guten Miteinander. Er sei stolz darauf, als Ehrenleutnant Mitglied der Bürgerwache sein zu dürfen, sagte der Bürgermeister.

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