Bürgerverein bringt Lindenplatz in Schuss

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 Sanierungsbedürftig: Der Bürgerverein will den Platz unter dem Lindenbaum (links) neu gestalten.
Sanierungsbedürftig: Der Bürgerverein will den Platz unter dem Lindenbaum (links) neu gestalten. (Foto: Christoph Klawitter)
Christoph Klawitter

In Blochingen soll oberhalb der Bushaltestelle unter dem großen Lindenbaum der „Generationentreff Lindenplatz Blochingen“ entstehen. Auch möchte der Verein „Alt werden in Blochingen“ ein Mehrgenerationenhaus als Treffpunkt und Beratungszentrum anbieten. Für beide Vorhaben hat der Bürgerverein jetzt Förderzuschüsse erhalten – die Stadt unterstützt die Projekte.

Etwas oberhalb der Blochinger Bushaltestelle, in Richtung Ortsausgang Beuren, steht ein Lindenbaum mit zwei alten Sitzbänken. Diesen Platz will der Bürgerverein „Alt werden in Blochingen“ auf Vordermann bringen und zu einem Treffpunkt für Generationen umgestalten. „Bis Ende des Jahres wollen wir fertig sein“, sagte Thomas Späth, Vorsitzender des Bürgervereins auf Anfrage der SZ. Angedacht sind demnach auch eine E-Bike-Ladestation und ein Wlan-Port für den Platz, also ein Internet-Zugang via Wlan, um den Platz für jüngere Leute interessant zu machen. „Da ist das Planungsteam dran“, sagte Späth. Der stellvertretende Vorsitzende Peter Eberhard kümmere sich federführend um das Projekt.

Stadt Mengen streckt vor

Aus dem Topf des Programms Quartier 2020 erhält der Bürgerverein eine Summe von maximal 30 000 Euro für die Platzgestaltung, die Stadt Mengen streckt diese Summe vor bis der Zuschuss ausgezahlt ist. Dies beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Zudem unterstützt die Stadt das Vorhaben mit 7500 Euro, und zwar in Form von Personal- und Sachkosten, beispielsweise dem Bauhof. Insgesamt ergibt sich also für die Stadt jetzt eine außerplanmäßige Ausgabe von 37 500 Euro.

Thema in der Sitzung war auch das zweite Vorhaben: Der Bürgerverein bekam für sein geplantes Mehrgenerationenhaus eine Förderung von 70 000 Euro zugesprochen. Der zusätzliche Eigenanteil der Stadt Mengen, 17 500 Euro, wird wieder in Form von Personal- und Sachkosten geleistet. Die insgesamt 87 500 Euro streckt die Stadt vor.

Für Unklarheiten sorgte im Gemeinderat, was mit dem Begriff Mehrgenerationenhaus gemeint ist – ein Wohnhaus, in dem verschiedene Generationen zusammenleben, oder ein bloßes Beratungszentrum. „Das ist eine Anlaufstelle, mehr oder weniger“, klärten Blochingens Ortsvorsteher und Stadtrat Heiko Emhart (Freie Bürger) auf. Es gehe um Beratung. Vorher hatte Manfred Moll (CDU) sich zu Wort gemeldet und betont, dass es nicht Aufgabe der Stadt sei, ein Mehrgenerationen-Wohnhaus zu bauen und zu betreiben. „Das muss irgendwo ein Träger sein, der aus dem sozialen Bereich kommt“, meinte Moll. Bürgermeister Stefan Bubeck sah das ähnlich.

„Ich glaube, das ist den Projektbeteiligten klar, dass es über einen Dritten gehen muss, oder eine Genossenschaft“, sagte Bubeck mit Blick auf ein mögliches Wohnhaus-Projekt. Im Gespräch mit der SZ wiederum unterstrich der Vereinsvorsitzende Thomas Späth, dass es „nur“ um einen Treffpunkt gehe und nicht um ein Wohnhaus-Projekt. Das Ziel des Vereins sei ja eher, dass die älteren Bürger möglichst lange in ihrem eigenen Haus wohnen könnten, bemerkte Späth.

Unterdessen ist es für den Bürgerverein aber nicht einfach, ein geeignetes Haus zu finden, das man als Anlaufstelle nutzen könnte. „Das gestaltet sich gerade schwierig“, sagte Späth. Ursprünglich dachte der Verein daran, das Rathaus Blochingen als Begegnungszentrum zu nutzen, doch mit dem Verkauf des Rathauses hat sich das erledigt. Bei dem Haus der Vereine als Standort gibt es aber auch ein Problem – es wird von anderen Blochinger Vereinen ebenso genutzt. „Wir wollen die anderen Vereine nicht verdrängen“, sagte Späth. Man sei im Verein jetzt noch in einer „Findungsphase“, was das Projekt Beratungszentrum angeht.

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