Azubis der Firma Knoll unterrichten Schüler der Realschule Mengen

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 Die Technikgruppe der Realschule Mengen bekommt Einblicke in die Programmierung des arduino-Microcontrollers.
Die Technikgruppe der Realschule Mengen bekommt Einblicke in die Programmierung des arduino-Microcontrollers. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Einen etwas anderen Unterricht durfte die Technikgruppe Klasse 8 der Realschule Mengen erleben. Im Rahmen der Einheit Steuern und Regeln erhielten die Schüler Einblicke in die Programmierung des arduino-Microcontroller, einer Art Mini-PC. Als Ergebnis durften die Schüler ein selbstgebautes und programmiertes Reaktionsspiel mit nach Hause nehmen.

Die Idee für dieses Projekt entstand bei einer Betriebserkundung bei der Knoll Maschinenbau GmbH in Bad Saulgau im vergangenen Schuljahr. Ziel des Firmenbesuchs war es, die Schüler für Elektronik zu begeistern. Matthias Rühl, Ausbildungsleiter bei Knoll, und Robert Kern, Techniklehrer und Konrektor der Realschule Mengen, kamen auf die Idee, die Einheiten Elektronik und Digitaltechnik in einem Projekt „Steuern und Regeln mit dem arduino-Microcontroller“ umzusetzen. Dieser Mini-PC ist eine kostengünstige Variante, die in der Industrie sowie im privaten Bereich immer mehr Anwendung findet.

Zu Beginn vermittelte Robert Kern die Grundlagenkenntnisse in Elektronik. Dabei wurden die benötigten Bauteile erklärt und die nötigen Berechnungen durchgeführt. Nach dieser Einführung übernahmen die Auszubildenden Nico Jäggle und Joschka Bien den praktischen Teil des Unterrichts, in Begleitung von Robert Kern.

Nach einem Lötkurs durften die Schüler die Bauteile in die von Nico Jäggle entwickelte arduino-Platine einlöten. Nachdem alle Platinen funktionierten, begann die eigentliche Arbeit, die Programmierung des Microcontrollers. Der Arduino wird in C / C++ programmiert und das bedeutet, dass die Schüler Programmanweisungen (Befehle) lernen mussten, die bestimmte Funktionen auslösen. Strukturiertes Arbeiten war hierbei eine Grundvoraussetzung.

Zu Beginn wurde nur eine LED angesteuert. Später wurde ein Lauflicht programmiert, welches auf Tastendruck starten sollte. Im Anschluss wurden Schaltungen programmiert, die eine Hausbeleuchtung simulieren und Zeitschaltungen, bei denen die LEDs nach einer gewissen Zeit wieder erlöschen. Den Abschluss bildete die Programmierung eines Reaktionsspieles, welches in jedem Level etwas schneller wird.

Den Schülern machte die Arbeit so viel Spaß, dass sie nach drei Unterrichtsstunden nicht aufhören wollten. Der ein oder andere Schüler hat durch dieses Projekt ein neues Hobby für sich entdeckt. Im besten Fall ist das Interesse und die Motivation gewachsen, sich für einen Beruf im Elektronikbereich zu bewerben.

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