„Ausstecherle“ und Wecken selbst backen

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 Christine (vorne, Vierte v. links) und Thomas Beller (hinten) mit ihren Gästen aus dem Benedikt-Reiser-Haus und den Betreuerinn
Christine (vorne, Vierte v. links) und Thomas Beller (hinten) mit ihren Gästen aus dem Benedikt-Reiser-Haus und den Betreuerinnen Celine Pohlmann (Zweite v. links) und Leona Heinzelmann (Zweite v. rechts) in der Backstube. (Foto: ck)
Mediengestalter Bild und Ton

Zusammen mit Bäcker Thomas Beller haben sechs Menschen mit Behinderung in der Bäckerei Beller Wecken und „Ausstecherle“ gebacken. Am Schluss durfte jeder eine Tüte mit den Backwaren mit nach Hause nehmen.

Teig kneten, mit Ausstechformen die „Ausstecherle“ herstellen, dann mit einem Pinsel bestreichen, am Schluss in den Ofen: Die sechs Menschen mit Behinderung waren mit Freude dabei. Begleitet wurden sie von zwei Betreuerinnen, Heilerziehungspflegerin Leona Heinzelmann und der angehenden Heilerziehungspflegerin Celine Pohlmann. Die Behinderten wohnen im Benedikt-Reiser-Haus, das von der Liebenau Teilhabe, früherer Name St. Gallus-Hilfe, betrieben wird. Mit dem Vormittag in der Backstube könnten die Sechs einmal sehen, wie in der Backstube gebacken wird, sagte Leona Heinzelmann.

Sichtlich Spaß daran, die Behinderten anzuleiten, hatte Thomas Beller. Es ist nicht das erste Mal dass er zusammen mit Menschen mit Behinderung backt. Auch Kindergarten- und Schulkinder aus Mengen, Mengener Teilorten und Scheer kommen zu ihm in die Backstube. Oder er geht selbst in den Kindergarten: „Ich war auch schon im städtischen Kindergarten und habe mit 180 Kindern zusammen Nikolaus gebacken“, berichtet er lächelnd über seinen Besuch im Mengener Kinderhaus – da war die Arbeit mit den sechs Behinderten nun doch wesentlich ruhiger.

Er arbeite gern mit Kindern, Behinderten oder Senioren. Außerdem: „Wer macht das heute noch?“, fragt Beller rhetorisch und meint damit, Kindern oder Behinderten in der Backstube das Backen zu zeigen. Für Thomas Beller ist es dann auch kein Problem, einmal auf den Schlaf nach der Arbeit zu verzichten – Bäcker arbeiten ja nachts und frühmorgens: „Das mache ich gern“, sagt er schmunzelnd.

Das Weihnachtsgebäck und die Sesam- und Mohnwecken durften die Behinderten dann mitnehmen. Natürlich wurden die „Ausstecherle“ vorher in der Backstube von ihnen noch probiert und für gut befunden.

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