Auf dem Gebiet der Alten Ziegelei entstehen Wohnungen

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 Thomas Sorg (links) erläutert die Pläne für das Wohngebiet auf dem Gebiet Alte Ziegelei.
Thomas Sorg (links) erläutert die Pläne für das Wohngebiet auf dem Gebiet Alte Ziegelei. (Foto: Christoph Klawitter)
Christoph Klawitter

Zahlreiche Interessierte haben sich am Samstag beim Stadtrundgang über die derzeitigen und anstehenden Bauprojekte in Mengen informiert. Anlass für die Runde durch die Stadt war der Tag der Städtebauförderung, der am Samstag bundesweit stattfand.

Nach der Begrüßung am Rathaus durch Kämmerer Holger Kuhn war der westliche Stadtgraben das erste Ziel. Hier, auf der Freifläche neben der Gaststätte Grabenklause beim Meßkircher Tor, sollen laut Peter Müller vom gleichnamigen Bad Saulgauer Planungsbüro Müller zwei Häuser entstehen. „Es sind insgesamt elf Wohnungen mit 17 Stellplätzen“, sagte er. „Die kleinste Wohnung hat 70 Quadratmeter“, erläuterte er. Eine Tiefgarage ist demnach nicht geplant, die Stellplätze werden ebenerdig in Form von Garagen und Carports angelegt. Bauherr der Häuser ist die Firma Bazlen aus Metzingen. Das Bauvorhaben befindet sich laut Kämmerer Holger Kuhn derzeit im Baugenehmigungsverfahren. Der Technik-Ausschuss des Gemeinderats habe kürzlich sein Einvernehmen erteilt. Der Baubeginn steht laut Peter Müller noch nicht fest. „Es kommt darauf an, wann wir die Genehmigung kriegen. Aber wir wollen auf jeden Fall dieses Jahr noch beginnen.“

Fünf Mehrfamilienhäuser und 28 Doppelhaushälften sind auf dem Gebiet der Alten Ziegelei geplant. Thomas Sorg vom Investor, der Firma bpd, stellte das Projekt vor. „Für uns als Planer ist so etwas ein Sahnestückchen“, sagte er über das Areal. Er berichtete, dass die Firma bpd als holländische Firma bezeichnet worden sei, das stimme aber nicht ganz: Der Eigentümer des Unternehmens sei eine holländische Bank, ansässig sei das Unternehmen aber in Deutschland. Thomas Sorg äußerte sich auf Nachfrage aus der Runde über den möglichen Verkaufspreis einer Doppelhaushälfte: „Unser Ziel ist es, schlüsselfertig unter 400 000 Euro zu bleiben“, so Sorg. Er wies auch darauf hin, dass das Grundstück für bpd nicht ganz günstig gewesen sei aufgrund der teuren Bodensanierung. Die Bauarbeiten sollen Ende des Jahres beginnen. Als Bauzeit rechnet Sorg mit einem Jahr für die Häuser und anderthalb bis zwei Jahren für die Mehrfamilienhäuser. „Es gibt eine große Tiefgarage“, erläuterte er weiter. Momentan steht auf dem Areal ein kleiner See, darauf wies Rüdiger Hartmann hin. „Das ist halt der Preis für die alte Lehmgrube“, meinte Sorg. „Bautechnisch ist das aber kein Problem. Das kann man gut in den Griff kriegen.“

Nächste Station waren die neuen Wohnungen von Bauunternehmer Manfred Löffler an der Reischachstraße. Hier sind 45 beziehungsweise 47 Wohnungen, wenn man die Arztpraxis Fischer dazu zählt, entstanden. „Wir haben noch fünf Wohnungen“, berichtete Manfred Löffler. Etwa 20 Wohnungen seien bereits bezogen. Löffler wurde auch nach dem Stand beim Kuhnschen Haus in der Hauptstraße gefragt. Er verdeutlichte, dass es Probleme mit den Forderungen des Landesdenkmalamtes gebe. „Wenn die dabei bleiben, wird es nicht saniert“, bemerkte er. Die Rundgangs-Teilnehmer konnten anschließend noch die neue, große Tiefgarage unter den neuen Wohnungen anschauen.

Letzte Station Schillergarten

Letzte Station des Rundgangs war der Schillergarten. Tiefbau-Sachgebietsleiter Volker Badouin erläuterte die Pläne. Der Bauhof hat vor, die Umgestaltung in Eigenregie vorzunehmen, darunter auch viele der geplanten Spielgeräte, wie Badouin sagte. „Der Bauhof hat gesagt: Jawoll, wir haben richtig Lust darauf“, freute sich Badouin über die Motivation der Mitarbeiter. Mengen könne froh sein über das Bauhof-Personal: Der Bauhof habe Baggerfahrer, „nach denen sich Unternehmen die Hände schlecken würden“, meinte Badouin. Geplant ist eine Bühne, die bis zu 70 Musikern Platz bieten soll.

Problem Vandalismus

Ein Diskussionspunkt war das Thema Vandalismus: Unter anderem Anwohner Dieter Unger machte deutlich, dass das ein Problem sei. Eine Lösung dafür konnte aber nicht genannt werden. Das sei ein gesellschaftliches Problem, bedauerte Holger Kuhn. Inklusive Verwaltungsmitarbeiter waren rund 35 Interessierte beim Stadtrundgang.

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