Andrang bei der Eröffnung überrascht die Künstlerin

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Gabriele Späth und Artur K. M. Bay
Gabriele Späth und Artur K. M. Bay (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Die Ausstellung dauert bis einschließlich 5. August. Jeden Sonntag nach dem Gottesdienst ist Gabriele Späth von 11 bis 12 Uhr vor Ort und gibt Auskunft über ihre Arbeitsweise und ihre Werke.

In der vollbesetzten evangelischen Pauluskirche ist am Samstag eine Ausstellung mit Bildern der Mengener Künstlerin Gabriele Späth eröffnet worden. Die Künstlerin war vom Besucherandrang sehr überrascht, die Laudatio hielt der Ehrenvorsitzende der Freizeitkunst Oberschwaben, Artur K. M. Bay aus Weingarten.

Diese Ausstellung mit dem Titel „Kraft der Farben“ mit insgesamt 30 Exponaten, davon 20 im Kirchenraum und zehn im Eingangsbereich, zeige eine Gabriele Späth, die eine völlig neue Richtung in ihrem kreativen Schaffen eingeschlagen habe, so Bay. Aber ungewöhnlich seien auch bereits ihre ersten beiden Arbeiten gewesen. Denn sie fing nicht etwa wie viele Autodidakten mit Blumenbildern oder Sonnenuntergängen an, sondern sie schuf gleich zwei Stadtansichten von Mengen: ein Bild vom „Alten Fuchs“ und einen großformatigen Ausschnitt von Mengens „Schokoladenseite“, die Hauptstraße mit der Fachwerkhäuserkulisse.

Dann ging Artur K. M. Bay auf die Art und Weise ein, wie sich Gabriele Späth in rascher Folge weiterentwickelte. Angetrieben von einer ausgeprägten Fantasie und ausgestattet mit einer gehörigen Portion Neugierde, habe sie sich mit spielerischer Leichtigkeit an größere Aufgaben herangewagt. So entstand gleich ein ganzer Zyklus mit rund 60 Bildern, die den Wilden Westen in vielen Facetten darstellten. Das waren Arbeiten mit Acrylfarben gemalt, welche sie im Auftrag für einen Wildwestfan namens Walter Seemann malte und die bei vielen jungen Menschen gut ankamen.

Dann ging Bay auch auf den Aspekt ein, dass Gabriele Späth schon immer mit Materialien wie Bast, Holz, Papier, Stoff und ähnlichen Applikationen kreativ umgehen konnte. Einmal in der Woche dekoriere sie die Tische und den Versammlungsraum und sorge so immer wieder aufs Neue für ein einladendes Ambiente beim Senioren-Club „Alte Füchse“, um älteren Menschen eine Freude zu bereiten.

Bilder ihres aktuellen Schaffenszyklus entstehen in der so genannten Acryl-Pouring-Technik. Die Farben werden mehr oder weniger auf die Leinwand gegossen; es ist eine Art Fließverfahren. So entsteht eine neue, bis dato nicht bekannte, durchaus faszinierende Bildwelt mit zahlreichen strukturellen Effekten und Eindrücken.

Die Ausstellung dauert bis einschließlich 5. August. Jeden Sonntag nach dem Gottesdienst ist Gabriele Späth von 11 bis 12 Uhr vor Ort und gibt Auskunft über ihre Arbeitsweise und ihre Werke.

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