An der Sonnenlugerschule gibt es weiterhin die tägliche Portion Obst

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Machen sich gemeinsam für die tägliche Portion Obst stark (v.l.): Reinhard Adams, Geschäftsführer der Firma Schlösser, seine Toc
Machen sich gemeinsam für die tägliche Portion Obst stark (v.l.): Reinhard Adams, Geschäftsführer der Firma Schlösser, seine Tochter Rebecca Schlösser, Sarah Schultheiß von der Schulsozialarbeit, der Leiter des Edekamarkts in Mengen Andreas Derksen, Schulleiter Joachim Wolf, Anita Klawitter vom Diakonielädele, die Schülersprecher Samira und Niko und Schlösser-Ausbildungsleiter Werner Flaisch. (Foto: Jennifer Kuhlmann)

Dank des Diakonielädeles, der Firma Schlösser und des Mengener Edeka-Marktes gibt es an der Sonnenlugerschule auch in diesem Jahr wieder kostenloses Schulobst. Die Sponsoren übernehmen die anfallenden Kosten in Höhe von rund 2000 Euro. Sarah Schultheiß oder jemand anders von der Schulsozialarbeit kann das Obst weiter jeden Dienstag im Edekamarkt abholen und über die Woche verteilt in den Pausen an die Schüler ausgeben.

„Die Nachfrage ist nach wie vor groß, deshalb freuen wir uns und sind dankbar, dass das Projekt so unkompliziert weitergehen kann, auch wenn Europäische Union, der Bund und das Land das Schulobstprogramm für weiterführende Schulen offenbar für überflüssig halten“, sagt Schulleiter Joachim Wolf. Für einige Kinder und Jugendlichen sei das Obst, das sie in der Schule bekommen können, das einzige, das sie überhaupt essen. „Es gibt Familien, da wird nicht auf eine ausgewogene Ernährung geachtet“, sagt er. Sarah Schultheiß kennt auch Schüler, die oft ganz ohne Frühstück aus dem Haus gehen und kein Vesper dabei haben. „Da bin ich dann heilfroh, wenn ich denen einen Apfel oder eine Banane in die Hand drücken kann, wenn sie erzählen, dass sie sich schlecht fühlen und noch nichts gegessen haben“, sagt sie.

Die Schülersprecher Samira und Niko gehören auch zu den Konsumenten. „Bananen sind im Moment bei uns besonders beliebt“, sagt Samira. Überhaupt sei es schön, dass neben Äpfeln auch andere Früchte wie Nektarinen oder jetzt in der kälteren Jahreszeit Mandarinen dabei seien. Wer in der Pause gern Obst essen möchte, muss einen Sozialarbeiter darum bitten und eventuell sogar dafür anstehen. „Durch diese Organisation wird mit dem Obst aber gut umgegangen und es landet kaum etwas angebissen im Abfall“, sagt Schultheiß.

„Wir finden dieses Angebot ganz wichtig“, sagt Anita Klawitter vom Diakonielädele. „So lernen auch die Kinder, die zu Hause kein Obst bekommen, wie wichtig, gesund und lecker es ist.“ Auch Reinhard Adams musste nicht nachdenken, als die Anfrage der Sonnenlugerschule auf weitere Unterstützung kam. „Warum sollten wir da nicht weiterhelfen, es läuft doch so gut“, sagt er und verrät, dass auch seine Mitarbeiter im Unternehmen ein für sie kostenloses Obstprogramm in Anspruch nehmen können. Andreas Derksen, der Leiter des Edeka-Markts freut sich, als er sieht, dass das von ihm bereitgestellte Obst bei den Schülern so gut ankommt.

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