1000 Gäste sind im Ablachtal unterwegs

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 Vorsitzender Rudi Stroppel (hinten von links), Ehrenvorsitzender Josef Kienle und Bürgermeistervertreterin Brunhilde Raiser nac
Vorsitzender Rudi Stroppel (hinten von links), Ehrenvorsitzender Josef Kienle und Bürgermeistervertreterin Brunhilde Raiser nach der Preisverleihung mit den Vertretern der größten Wandergruppen. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Am 47. Internationalen Wandertag am Sonntag hat die Wandergruppe Mengen das 50-jährige Vereinsbestehen 2022 schon im Blick gehabt. Man wisse, wo man herkomme, erklärte der Ehrenvorsitzende Josef Kienle. Aus der ehemaligen Abteilung „Wandern“ des TSV Rulfingen sowie den selbständigen „Marschfreunden Mengen-Göge“ wurde 1977 der Wanderverein Mengen-Rulfingen gegründet. Auf Initiative von Albert Gubler führte auch der Kleinkaliberschützenverein Mengen 1973 einmalig einen internationalen Wandertag durch.

Fortan oblag die weitere Durchführung und Organisation der Wandertage dem Wanderverein Mengen-Rulfingen. Erst vier Jahre nach der Fusion der beiden Wandergruppen verständigten sich die Mitglieder auf eine Neustrukturierung des Vereins und befanden fortan Mengen als Standort und Heimat für die neudefinierte Wandergruppe Mengen.

Von Anfang an habe man immer am dritten Sonntag im März zum Internationalen Wandertag nach Mengen eingeladen. In diesem Jahr sei man erstmals vom bisher geltenden Termingefüge abgekommen. Mit ausschlaggebend für diese Änderung waren die letztjährigen Wetterkapriolen, die die Organisatoren am Sonntag mit einem halben Meter Schnee vor neue Herausforderungen stellten. Trotz Umterminierung um zwei Monate nach hinten hätte die Teilnehmerzahl bei rund 1000 Personen gelegen, die die abwechslungsreichen Streckenführungen von sechs und elf Kilometern im Ablach- und Donautal durchwandert sind, teilte der Vorsitzende Rudi Stroppel mit. Vom Kleinkind bis zu den betagten Senioren 90 plus meisterten alle gleichermaßen die idyllische Wanderstrecke.

Mehr Einheimische erwünscht

Trotz des rückläufigen Gesamtinteresses zeigten sich die Verantwortlichen der Mengener Wandergruppe mit dem gesamten Verlauf zufrieden. „Dennoch“, so Kienle und Stroppel übereinstimmend, „hätten wir uns gerne mehr Einheimische bei unserem Wandertag gewünscht, die auch zur Mittags- und Kaffeezeit in die Ablachhalle hätten kommen können.“ Zum Frühschoppen und über die Mittagszeit bis hin zum Festausklang sorgte der Heudorfer Erich von den „Amorados“ für beste musikalische Unterhaltung, selbst Tanzbegeisterte kamen auf ihre Kosten.

Zur Ehrung der größten Gruppen überbrachte Bürgermeisterstellvertreterin Brunhilde Raiser die besten Grüße der Stadt Mengen. So durften die Vertreter der Wanderfreunde mit den meisten Einzelwanderern die Ehrenpreise entgegennehmen. Mit 42 Personen war die Wandergruppe aus Mühlhausen-Augsburg die Größte.

Dahinter lagen Titisee-Neustadt (38), Oberzell (34), Harthausen a.d. Fildern (32), Ochsenhausen (27), Niederrieden (25), Geltendorf (25), Aulendorf (24), Lauterach (22), Illerwickel (21) sowie Vogt und Stockach-Zizenhausen mit 18 und 17 Teilnehmern. Selbst aus Vorarlberg und Kreuzlingen, Schweiz waren Gäste angereist. Die einhellige Meinung nach den abgelaufenen Kilometern war, dass die abwechslungsreiche Wanderstrecke gerade zum Innehalten und Genießen von den Anhöhen aus einlud.

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