Strandbad heißt jetzt „Krauchenwieser Küste“

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 Am Strandbad in Krauchenwies wird sich künftig einiges ändern.
Am Strandbad in Krauchenwies wird sich künftig einiges ändern. (Foto: Kristina Schmidl)
Mandy Streich

Das Strandbad in Krauchenwies heißt ab sofort „Krauchenwieser Küste“ und ist kein Strandbad mehr, sondern eine Badestelle. Ab sofort zahlen die Besucher deshalb keine Eintrittsgebühren mehr, sondern lediglich Parkgebühren. Hintergrund ist laut Bürgermeister Jochen Spieß der Personalrückgang der DLRG in Krauchenwies.

„Ich denke, jede Gemeinde hat bei ehrenamtlichen Tätigkeiten inzwischen das gleiche Problem, was den personellen Rückgang betrifft“, sagt Jochen Spieß. „Die DLRG kann ab dieser Badesaison beim Strandbad nicht mehr genügend Personal stellen, damit an jedem Tag eine Badeaufsicht gewährleistet wäre. Deshalb gibt es jetzt einige strukturelle Änderungen.“

Dass das Strandbad jetzt „Krauchenwieser Küste“ heiße, sei nur eine der Veränderungen. Sie entspringt der Vorliebe der Pächterin Andrea Reutter. Viel wichtiger sei jedoch, dass durch die Absage der DLRG das Strandbad nun eine Badestelle ist und es somit keine Badeaufsicht mehr gibt. Entsprechende Beschilderungen seien bereits beantragt und müssten auch demnächst ankommen.

Laut Gesetz darf dann jedoch kein Eintritt mehr von den Badegästen verlangt werden – Ausgaben hat die Pächterin aber trotzdem. Neben den Kosten für Müll und Wasser, müssen Wasseruntersuchungen und Putzpersonal bezahlt werden. Außerdem müsse auch der Parkplatz regelmäßig gesäubert werden. „Diese Kosten möchte ich jetzt über die Parkgebühren abdecken“, sagt Andrea Reutter. „Ich mache mit den Gebühren keinen Gewinn, ich möchte lediglich, dass die Kosten gedeckt sind.“

Bisher konnten die Badegäste unter anderem auch Saisonkarten im Krauchenwieser Rathaus besorgen. Bei den Parktickets soll das nun anders verlaufen: Zwei Parkautomaten soll es dafür auf dem Parkplatz der Badestelle geben, bei denen das Abstellen des Autos für den ganzen Tag 5 Euro kostet – ab 17 Uhr nur noch 2 Euro. In rund zwei Wochen sollen die Automaten aufgestellt werden. Bis dahin ist das Parken noch kostenfrei.

Für Saisongäste, die auch sonst immer eine Saisonkarte gekauft haben, möchte die Pächterin dieses Angebot weiterhin bereit halten: „Für alle die öfters kommen wollen, bieten wir die Möglichkeit einer Parksaisonkarte.“ Diese kostet 25 Euro für die ganze Saison und ist am Kiosk mit einem Nachweis des aktuellen Kennzeichens erhältlich. „Wir wollten es so machen, dass es sich auch jeder leisten kann“, sagt sie. Und auch die Besucher, die lediglich zum Essen und Trinken kommen, müssten wie bisher nichts bezahlen. „Diese Gäste sollen sich dann einfach am Kiosk melden, damit sie eine Tageskarte bekommen, die sie hinter die Windschutzscheibe legen können“, sagt die Pächterin.

Kontrolliert würden die Parkscheine aber auf jeden Fall. Und da die Pächterin selbst keine Strafzettel verteilen darf, würde sie bei entsprechenden Fällen die Polizei rufen. Zuerst wolle sie allerdings die Badegäste über das Megafon ausrufen.

Aufgrund der fehlenden Badeaufsicht gebe es seit dieser Saison außerdem keine Schwimminseln mehr. „Das Gesetz schreibt uns diese Maßnahme vor“, sagt Andrea Reutter. „Aber wir haben jetzt gelbe Halteringe bestellt, die an bestimmten Stellen im Wasser zum Einschätzen der Distanz dienen sollen.“ Außerdem gebe es ab dieser Saison eine neue Außenbühne mit entsprechenden Sitzmöglichkeiten. Frischer Sand, neue Tischtennisplatten und ein Soccer Platz werden laut Reutter in den nächsten Wochen auch noch fertig: „Aufgrund der fehlenden Badeinseln wollen wir unseren Besuchern trotzdem etwas bieten können.“

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