Die Red Roses sind (von links): Dirk Eichler, Till Glaser, Thommi Baacke, Christoph Lühr und Willm Hinrichs.
Die Red Roses sind (von links): Dirk Eichler, Till Glaser, Thommi Baacke, Christoph Lühr und Willm Hinrichs. (Foto: Kersten Hamann)
Kersten Hamann

Mit dieser Truppe fing alles an. Bereits vor 25 Jahren trat die „älteste Boygroup Sarstedts“ (in der Nähe von Hannover), so bezeichnet sich die A- -Cappella-Gruppe gern selbst, zum ersten Mal im Hirschsaal in Hausen am Andelsbach auf. Es war der erste Event überhaupt, den der Kulturzirkel dort veranstaltete.

„Als Egon vom Kulturzirkel angerufen hat, haben wir natürlich sofort zugesagt“, so Thommi Baacke von den Red Roses. Die mehr als 100 Besucher waren von Beginn an voll mit dabei. Ob Mitsingen, Mitklatschen oder auch Mitschnippen, jeder wurde mitgenommen. Dicci (Dirk Eichler), der für die Liebeslieder zuständig war, traf natürlich mit dem selbst komponierten Lied „Die allerbeste Frau“ gleich die Herzen der anwesenden Damen – auch wenn sich bald herausstellte, dass mit der Frau eigentlich die Omi gemeint war.

Gesanglich glänzten die fünf Sänger aus Niedersachsen mit einer Mischung aus 40 Jahren Musikgeschichte. Welthits, wie „Face“ von George Michael oder auch „What a wonderful world“ von Louis Amstrong, waren im Repertoire der fünf Musiker. Ein Mix aus Liedern von Boney M mit „Rivers of Babylon“, „Brown Girl in the Ring“ oder auch „Daddy Cool“ war dabei. Natürlich durften auch deutsche Hits nicht fehlen. Von „Aber bitte mit Sahne“ von Udo Jürgen, bei dem der Saal jede Zeile mitschmetterte, über „Das Model“ von Kraftwerk, bis zur „Perfekten Welle“ von Juli war alles vertreten. Aber auch jede Menge Unterhaltung zwischen den Liedern brachte beim Publikum viel Spaß. So nahm Thommi Baacke immer wieder die Gelegenheit wahr, den Besuchern die unterschiedlichsten Geschichten aufzutischen, warum „Dicci“ als Einziger eine Jeans anhatte. Von Zauberern, die die Hose einfach in eine Jeans verwandelt hatten über eine Reise nach Liliput. Immer wieder dachte er sich was Neues aus, um die Lachmuskeln des Publikums zu strapazieren.

Auch bei den Gästen kam der Auftritt gut an, wie Annegret Brielmann aus Sigmaringendorf zu berichten weiß: „Ich lasse seit 12 Jahren keine Veranstaltung aus, die der Kulturzirkel anbietet. Und es hat sich immer gelohnt. Ob Cabarett, reine Musikveranstaltungen oder auch mal ein Zauberer, es ist immer wieder ein unvergesslicher Abend. Red Roses hat mir sehr gut gefallen. Das Programm war sehr abwechslungsreich und es war von der Musikrichtung für jeden Geschmack etwas dabei“. Auch Jochen Lucas aus Groß Schönach fand lobende Worte für die fünf Musiker auf der Bühne: „Ich finde die Stilrichtung A Capella an sich sehr interessant. Die Truppe hat das sehr gut gemacht. Besonders gefällt mir die urige Wohlfühlatmosphäre hier im Hirschsaal in Hausen. Allein deswegen würde ich jederzeit wiederkommen.“

Mit dem Lied „Good night sweetheart“ entließ das niedersächsische Quintett das begeisterte Publikum erst nach mehreren Zugaben in den herbstlichen Abend. Auch die Musiker waren angetan von der Atmosphäre in Hausen am Andelsbach: „Wir würden uns sehr freuen, wenn es nicht wieder 25 Jahre dauert, bis wir das nächste Mal hier im Hirschsaal auftreten dürfen“, erklärte Thommi Baacke.

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