Ski-Abteilung feiert 50-jähriges Bestehen

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 Von weitem sieht man das Lagerfeuer, das vor der Hütte am Hexenwäldle steht. In der Hütte wird Glühwein zubereitet.
Von weitem sieht man das Lagerfeuer, das vor der Hütte am Hexenwäldle steht. In der Hütte wird Glühwein zubereitet. (Foto: Vera Romeu)
Vera Romeu

Mit einem gemütlichen Beisammensein in der Hütte am Hexenwäldle haben die Mitglieder der Ski-Abteilung des TV Krauchenwies das 50-jährige Bestehen ihrer Abteilung gefeiert. Diese steht gut da: Die Übergabe an die junge Generation ist gelungen und sichert das Bestehen in der Zukunft. Das Jubiläum war Anlass zurückzublicken und so hatten die Mitglieder aus den Gründungszeiten einiges zu berichten.

Es war noch Tag, da trafen nacheinander in kleinen Gruppen die Mitglieder zur Feier ein. Von weitem sah man das große Lagerfeuer, das vor der Hütte am Hexenwäldle in einem Korb angezündet worden war. Die Stimmung war bestens, man freute sich an jedem, der dazu stieß. In der Hütte wurde der Glühwein zubereitet – bei einer heißen Tasse standen die Gäste am Lagerfeuer und genossen das Beisammensein.

„Wir feiern heute bis weit in die Nacht hinein“, sagte Vorstand Philipp Harsch. Es werde die traditionellen Saitenwürste aus dem Kessel geben. Es werde die Vereinschronik vorgelesen. „Es ist für uns eine Ehre, dass wir den Verein weiterführen und dieses Jubiläumsfest ausrichten dürfen“, sagte Ski-Schulleiter Dennis Wetz. Die älteren Mitglieder stehen der Jugend mit Rat und Tat zur Seite. Zum Jubiläumsjahr hat die Skiabteilung ein eigenes Logo bekommen, das nun alle auf ihrer Kleidung tragen. Ein Zeichen der Zugehörigkeit.

Die Skiabteilung hat sich offiziell am 22. November 1968 bei der Jahresversammlung des Vereins gegründet. Seit Mitte der 60er-Jahre fuhren einzelne Gruppen zum Skifahren in verschiedene Skigebiete. Die Begeisterung für diesen Sport verfestigte sich, sodass es zur Gründung der Abteilung kam. Erster Skiwart war Josef Pfleghaar.

Die Tageskarte kostete 1,50 DM

Die älteren Mitglieder erinnern sich, wie sie früher als Kinder schnell Hausaufgaben machten, um zum Skihang zu gehen. Sie sparten ihr Geld, um die Tageskarte zu bezahlen. Sie kostete 1,50 DM. Damals habe es sehr viel mehr Schnee im Winter gegeben, der Skilift sei fast den ganzen Winter gelaufen, erinnern sich die Älteren. Das ist jetzt nicht mehr so: Die Winter sind milder geworden, man könne von Glück sprechen, wenn der Lift ein paar Tage laufe. Sobald aber ausreichend Schnee liegt, wird der Lift von den Vereinssenioren in Gang gesetzt und betreut. Dann kommen 30 bis 40 Leute und genießen die Piste. Die Bambini bekommen ihren ersten Skiunterricht. Wenn richtig Schnee liegt, dann läuft der Lift auch mal in die Nacht hinein. Es mache viel Freude unter Flutlichtern zu fahren. In der Hütte gibt es dann heißen Glühwein und Punsch sowie Saitenwürstle.

Der Lift war ab Anfang der 1960er-Jahre die Attraktion. Er ist dem Weitblick von Theo Waldraff zu verdanken. Er hatte ihn gekauft, am Skihang aufgebaut und betrieben. Er schenkte ihn nach ein paar Jahren der Gemeinde, die ihn 1980 der Skiabteilung übertrug. Es wurde ausgehandelt, dass die Gemeinde die Kosten des Stroms übernimmt. Die Wartung und den TÜV bezahlt der Verein. „Der TÜV kostet jedes Jahr viel Geld“, berichtet Vorsitzender Harsch. Aber es gehöre eben dazu.

Die Skiabteilung hat sich sehr früh gut entwickelt und eine Ski-Schule aufgebaut. Mitglieder machten Lehrgänge und bildeten sich fort. Seit 1973 finden am Hexenwäldle und im Gebirge eigene Ski-Kurse statt. Zum Ski kam das Snowboard hinzu, auch hier bildeten sich Mitglieder zu Lehrern aus. 1993 hatte die Skiabteilung neun geprüfte Ski-Lehrer und sechs Snowboard-Lehrer.

Die Skiabteilung bietet den Mitgliedern einiges. Seit 1994 fährt die Ski-Abteilung mit Kindern und Jugendlichen im Alter von fünf bis 15 Jahren in Skifreizeit. In dieser Saison 2018/2019 wird zum ersten Mal im März eine Skifreizeit für Jugendliche ab 16 Jahren angeboten. Die Jugendhütte ist in Österreich im Montafon in der Talstation der Golm. Jugendwartin Mareike Bachstein erklärt: „Das war bisher eine Lücke. Bis 15 Jahre dürfen die Kinder und Jugendlichen mit in die Freizeit. Für die älteren gab es kein Angebot.“ Die Lücke ist nun geschlossen. Die Ski-Abteilung wird sich weiterentwickeln, die junge Vorstandschaft arbeitet eng und voller Elan daran.

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