Parkfest: Seltene Musiknacht mit besonderem Flair

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Herrliches Sommerwetter krönte den Auftakt zum Krauchenwieser Parkfest, das mit dem Musikevent „Jazz im Park“am Freitag eröffnet hat. Die Jazzband „Royal Groovin’“ mit Frontmann Fürst Karl Friedrich von Hohenzollern und die „HM-Bigband“ aus Sinzheim bei Baden-Baden sorgten mit fetzigen Rhythmen für beste Stimmung.

Zahlreiche Gäste nutzen die sommerlichen Temperaturen, um diese seltene Musiknacht und das besondere Flair des fürstlichen Parks zu genießen. Denn der „Jazz im Park“ findet nur alle vier bis fünf Jahre statt, wie der Vorsitzende des Fördervereins der veranstaltenden Musikkapelle Krauchenwies Christian Stör sagte. Aber im Jahr des 150-jährgien Bestehens des Musikvereins müsse dies einfach sein.

Das sagte auch der Fürst bei seiner Begrüßung, bevor er mit seiner Band „Royal Groovin’“ am späten Abend das musikalische Ruder übernahm. Zuvor hatte die „HM-Bigband“ mit Bandleaderin Gesa Petersen die Besucher aufs Beste unterhalten. Ob mit Swingklassikern der 40er-Jahre, Funk, Pop, Jazz oder Gesang, die Band sorgte für einen charakteristischen, modernen und hervorragenden Bigband-Sound, was das Publikum mit viel Beifall und Szenenapplaus goutierte. Insbesondere die Sängerin Maria Hene begeisterte mit ihrer unglaublich wandelbaren und ausdrucksstarken Stimme.

Dem Klischee, Jazzbands seien testosteronbetont und hätten Frauen nur als Sängerinnen in ihren Reihen, entgegnete die musikalische Leiterin der Bigband, die den Taktstock schwingt, schon allein mit ihrer Person. „Wir haben mit Maria nicht nur eine Sängerin, sondern mit Thomas Frietsch auch einen ausgezeichneten Sänger“, sagte Gesa Petersen und verwies augenzwinkernd auf weitere weibliche Mitglieder in ihrer Formation.

Aber es war ein Mann, der an diesem Abend die Rolle des heimlichen Stars am Krauchenwieser Festhimmel einnahm: Trompeter Martin Gmeiner, der sich, wie der Vorsitzende des Musikvereins Krauchenwies, Klaus Nipp, sagte, seine ersten musikalischen Meriten bei seinem Heimatverein in Krauchenwies verdient hatte. Natürlich hatte die Bigband dem Lokalmatador zur Freude des Publikums einige extra Soloauftritte gegönnt.

Auch Royal Groovin’ begeisterte die Gäste mit originellen Interpretationen bekannter Soul-, Pop- und Rockklassikern, aber auch mit neuen Kompositionen. Seit Jahren ist die Formation um den Fürsten für hochkarätige Musik und ebensolche Musiker bekannt. „Deshalb haben wir bei dem Jazz-Event auch ein ganz besonderes Publikum“, sagte der Vorsitzende des Fördervereins.

Die Mitglieder des Fördervereins unterstützen die Musikkapelle bei solchen Vereinsaktivitäten wie dem Parkfest nach Kräften. Denn das Fest zieht sich über das ganze Wochenende hin und endet erst am Montag mit einem Konzert des Kreisseniorenorchesters und einem Feierabendhock mit Tanzabend und der Band „Da Capo“. Am Samstag hat ein Sternmarsch befreundeter Musikvereine mit einem anschließenden Gemeinschaftschor auf dem Festplatz für ein weiteres Glanzlicht gesorgt. Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Blasmusik, gestaltet von den Musikvereinen Rulfingen, Wald, Göggingen und der Trachtenkapelle Egelfingen-Emerfeld.

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