Noch fehlen dem Prinzenpalais Interessenten

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 Auf dem Prinzengartengelände sollen ab Mitte 2019 drei Häuser gebaut werden. Im Moment wird ein Teil der Fläche an der Kreuzung
Auf dem Prinzengartengelände sollen ab Mitte 2019 drei Häuser gebaut werden. Im Moment wird ein Teil der Fläche an der Kreuzung in der Ortsmitte als Parkplatz genutzt. (Foto: Johannes Böhler)
Schwäbische Zeitung

Investor Joachim Marquardt hat sich trotz des Rückziehers der Vinzenz von Paul gGmbH aus den Planungen eines Altenheims auf dem Prinzenpalais-Gelände entschieden, ebendort eine andere Ideezu verwirklichen. Insgesamt drei Gebäude mit Wohn - und Geschäftsräumen sollen in den kommenden Jahren entstehen. Nicht nur die Gemeinde Krauchenwies verfolgt interressiert den Fortgang des Projekts.

„Pflegeeinrichtungen sind auf dem Gelände jetzt kein Thema mehr“, gibt Marquardt auf Nachfrage bekannt. Im Moment sei man dabei, weitere Interessenten zu suchen. „Wir fangen jetzt mit Haus Nummer drei an, sozusagen von hinten, erklärt der Geschäftsführer und Diplom-Bauingenieur. Los gehen soll es laut Marquardt Mitte 2019 mit dem Baubeginn von Haus Nummer 3, einem reinen Wohnhaus.

Haus 3 soll 2020 fertig sein

Fertig soll es bis Mitte 2020 sein. In der Zwischenzeit will der Bauherr weiter nach Interessenten für die Häuser Nummer eins und zwei suchen, in welchen neben Wohnflächen auch Gewerbeflächen entstehen sollen, die im Erdgeschoss untergebracht werden. Für den Baubeginn der Häuser eins und zwei gibt es aber laut Marquardt noch keinen festen Termin.

Marquardts Verärgerung über Vinzenz von Paul ist noch immer spürbar. Wegen der damals im Vorfeld vom potenziellen Betreiber abgegebenen Absichtserklärung sei der Ausstieg von Vinzenz von Paul nach eineinhalb Jahren Planung für den Investor geradezu schockierend gewesen. „Seit 25 Jahren bin ich schon im Baugewerbe tätig, da muss man Rückschläge verkraften“, sagt Marquardt, „aber so etwas habe ich noch nie zuvor erlebt.“ Zwar könne er wegen des Rückzugs, den das Unternehmen damit begründet hatte, die strategische Ausrichtung des Unternehmens habe sich geändert, juristisch gegen Vinzenz von Paul vorgehen, dazu habe er aber „schlichtweg keine Lust“, meint Marquardt.

Bürgermeister Jochen Spieß scheint den Schrecken über den Betreiberrückzug inzwischen besser verwunden zu haben, obgleich die Erklärung für ihn genauso wenig verständlich war. „Wir haben ja schon ein Pflegeheim“, meint Spieß; „und ursprünglich seien die Häuser ja sowieso als Wohnhäuser geplant worden.“ Wegen der Rückkehr zur ursprünglichen Planung hat der Bürgermeister keinen Kummer. Und Bedarf an bezahlbarem Wohnraum habe seine Gemeinde ja schließlich auch.

Eine Sorge plagt den Krauchenwieser Bürgermeister aber noch: „Ich will, dass das gesamte Projekt so bald wie möglich fertig wird und nicht nur eines der Häuser“, sagt Spieß. Wie erschwinglich die neuen Wohnungen tatsächlich ausfallen werden, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

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