Kulturzirkel bietet Poetry-Slam und Konzert mit „Nica l’Hiver“ an

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 Die aus Krauchenwies stammende Sängerin Annika Bosch tritt im Hirschsaal in Hausen auf.
Die aus Krauchenwies stammende Sängerin Annika Bosch tritt im Hirschsaal in Hausen auf. (Foto: Felix Stein)
Felix Stein

Mit ihrer Musik ist „Nica l’Hiver“ erstmal nur schwer einem Genre oder einer Musikrichtung zuzuordnen: Die Gruppe war am Sonntag im Hirschsaal in Hausen am Andelsbach zu Gast und konnte das Publikum mit ihrer ganz individuellen Musik überzeugen. Diese besteht aus einem bunten Mix aus Elektronischen Tönen, Jazz und Pop sowie künstlerischer Improvisation.

Die Band – bestehend aus Clemens Litschko, Philipp Rutsch, Philipp Martin und dem Ehepaar Annika und Martin Bosch – hat das erste Mal zusammen im Kreis Sigmaringen gespielt.

Die Künstler, die allesamt in Ostdeutschland verteilt leben und Musik machen, treffen sich in unregelmäßigen Abständen, um zusammen zu proben und zu spielen. Sängerin Annika Bosch kommt darüber hinaus aus Krauchenwies und lebt aber seit rund 15 Jahren in Weimar.

Doch bevor Annika Bosch sich inmitten ihrer Bandkollegen gesellte, startete die 24-jährige Anna Teufel mit mehreren eigenen Gedichten in das künstlerische Programm des Abends. Die 24-Jährige gab, umrahmt von untermalenden Klängen, ihr Seelenleben zum Besten. Gefühlvoll, eingehend und mitreißend sind nur einige Attribute, mit denen sie Stille im Saal erzeugte. Nach einem Applaus schickte Teufel die Zuschauer in die Pause, nach der schließlich Annika Bosch ihren Auftritt bekam.

Barfuß auf der Bühne

Barfuß und mit einem Glas Wasser in der Hand kam diese dann auch auf die Bühne und sang ihr erstes Lied. Dass die Harmonie zwischen den Musikern stimmt war beim Konzert für jeden anwesenden Zuschauer sichtbar. Die Lacher hatte Schlagzeuger Clemens Litschko aus Brandenburg auf seiner Seite. Er forderte das Publikum auf, ihm einen Satz vorzugeben, der von allen Bandmitglieder in ihrem Heimatdialekt wiedergegeben wurde. „Mir duts knui wei“ war die Vorgabe und eine schöne Einleitung für die letzten beiden Lieder. Der Ausklang war eine sehr spezielle Version des Songs Halo von Beyonce.

„Das war jetzt mein dritter Auftritt, der im Kreis Sigmaringen stattfindet – allerdings noch nie in dieser Besetzung und so nah an Krauchenwies“, sagt Annika Bosch auf Frage der „Schwäbischen Zeitung“. „Es war mir wichtig die kleine Tour, die am Freitag in Weimar in der Staatsoper begonnen hat, nach einem Auftritt bei Karlsruhe hier zu beenden.“ Da sie in Weimar und in Erfurt Musik unterrichtet, sei sie froh dass ihr Mann den gleichen Beruf ausübe. So komme auch die Familie nicht allzu kurz. Und auch für die Zukunft hat die Musikerin bereits die nächsten Pläne: „Ich werde demnächst nach China reisen, um dort an der Universität Musik zu unterrichten. Dannach widme ich mich wieder meinen Projekten“, sagt sie.

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