Jugendverein gründet sich in Hausen

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Bürgermeister Jochen Spieß, Beisitzer Levin Tkalec, Kassierer Mario Hans, Schriftführer Tom Korner, Beisitzer Jannes Dufner, der
Bürgermeister Jochen Spieß, Beisitzer Levin Tkalec, Kassierer Mario Hans, Schriftführer Tom Korner, Beisitzer Jannes Dufner, der Vorsitzende Manuel Wipprecht, sein Stellvertreter Simon Wipprecht und Ortsvorsteher Helmut Seeger (von links) sind über die Gründung des Jugendvereins erfreut. (Foto: Susanne Grimm)
Susanne Grimm

Eine Gruppe junger Leute hat am Samstagabend im Beisein von Bürgermeister Jochen Spieß einen Verein gegründet, der „Jugend Hausen“ heißt. Unter dem Vorsitz von Manuel Wipprecht und seinem Vize und Bruder Simon Wipprecht soll der neu gegründete Verein die Interessen der Jugend von Hausen und der Umgebung vertreten.

Kein abgeschotteter Bereich

„Was hier heute passiert ist, ist etwas ganz Besonderes“, würdigte der Bürgermeister den formalen Akt der Vereinsgründung. „Noch nie hat es in Hausen eine organisierte Jugend gegeben, das war immer ein weißer Fleck,“ so Bürgermeister Spieß weiter. Er begrüßte die Initiative der Jugendlichen, einen festen Rahmen für die Jugend des Teilorts zu schaffen, zeigte sich aber überrascht über die Schnelligkeit, mit der diese das Vorhaben umsetzten.

„Mensch, wie schnell legen die denn los“, habe er gedacht, als er über einen Gruppenonlinedienst den Termin für die Vereinsgründung mitgeteilt bekam. „Ihr habt stark angefangen, lasst also nicht nach“, sagte der Bürgermeister humorvoll und gab den Zuständigen einen Rat mit auf den Weg: „Entwickelt euch weiter, werdet Sprachrohr für die Jugend und bindet die ein, die noch nicht bei euch sind“. Denn es soll kein abgeschotteter Bereich werden, der die Jugend der Gegend in Mitglieder und Nichtmitglieder spaltet. Spieß gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Verein Bindeglied zwischen Gemeinde und allen Jugendlichen werden möge und versicherte der neuen Institution die Unterstützung der Gemeinde. „Wir werden einen Platz finden, wo ihr euer Vereinsheim aufbauen könnt, aber wir setzen auch großes Vertrauen in euch“, erklärte Spieß.

Die Gemeinde will nicht Aufpasser und Wächter sein, machte der Bürgermeister deutlich. Dafür, dass Recht und Ordnung eingehalten werden, müsse künftig im Großen und Ganzen in den Händen des Vereins selbst liegen. Zu Beginn dieser denkwürdigen Sitzung hatte Manuel Wipprecht die im Laufe des Abends zahlreicher gewordenen Besucher begrüßt und dabei die Gründe für die Schaffung eines Vereins erläutert. So sieht die Satzung unter anderem vor, die Jugend der Gemeinde zu integrieren und ihr zu ermöglichen, „sich in einem Vereinsheim zu treffen, um soziale Kontakte zu knüpfen und zu lernen, wie eine organisierte Gesellschaft funktioniert“.

Fest für 2020 geplant

Alle volljährigen jungen Leute können Mitglieder werden, aber auch unter 18-Jährige mit der Unterschrift ihrer Eltern. Unter der Leitung von Jochen Spieß wählten alle anwesenden Volljährigen Manuel Wipprecht zum Vorsitzenden und dessen Bruder Simon zum Stellvertreter. Beide hatten sich bereit erklärt, das Amt zu übernehmen. Ebenso Mario Hans, der sich, wohl präpariert als Bankangestellter, um den Posten des Kassierers bewarb. Als Kassenprüfer wurden Marc Amann und Niklas Reimann bestimmt, als Beisitzer fungieren Jannes Dufner und Levin Tkalec. Den Posten des Schriftführers hat Tom Korner übernommen. Alle sind einstimmig gewählt worden.

Der frisch gebackene Vereinsvorstand beschloss mit Zustimmung der Versammlung, einen Jahresmitgliedsbeitrag von zehn Euro festzulegen. „Reicht denn das?“ fragte eine Zuhörerin, denn bei 15 Mitgliedern kämen ja pro Jahr gerade mal 150 Euro zusammen. „Damit kann man keine großen Sprünge machen“. Dem stimmte der Bürgermeister zwar zu, merkte aber an, dass es zum einen ratsam wäre, zumindest zu Beginn den Beitrag klein zu halten, um niemanden abzuschrecken, zum anderen könne ja bei speziellen Ausgaben auch eine Sonderumlage erhoben werden.

„Es kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, was ihr heute auf den Weg gebracht habt“, sagte Jochen Spieß vor dem Hintergrund, dass andere Vereine sich mangels Mitgliedern auflösen oder zusammenschließen müssen. „Ich wünsche euch, dass euer toller Zusammenhalt bestehen bleibt und dass sich der Verein zu einer langjährigen Einrichtung mit Tradition entwickelt“, sagte Bürgermeister Spieß.

Für das kommende Jahr hat der Vorstand erst einmal ein großes Fest eingeplant, bei dem sich dann der Verein in der Öffentlichkeit präsentieren will.

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