In der Bittelschießer Mühle raucht es

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 Das Dach ist ab, die Fahrerin kann gerettet werden.
Das Dach ist ab, die Fahrerin kann gerettet werden. (Foto: Herbert Klawitter)
Herbert Klawitter

Die Mühle Knaus in Bittelschieß war das Übungsobjekt bei der diesjährigen Hauptübung. Eine zusätzliche technische Hilfeleistung nach einem Autounfall ergänzte das Übungsprogramm. Bei schönstem Sonnenschein verfolgten zahlreiche Zuschauer die Übungen. Kommandant Robin Damast fungierte als Moderator und versorgte die Zuschauer mit den aktuellen Informationen zu den Übungen.

Bei einem Gewitter hat ein Blitz den Generator im Keller beschädigt – so lautete das Übungsszenario. Der dabei verursachte Brand führt zu einer starken Rauchentwicklung, insgesamt sechs Personen gelten als vermisst. Alarmiert werden die Abteilungen Bittelschieß und Krauchenwies von der Leitstelle, soweit die Vorgaben.

Trupps arbeiten bei Löschübung koordiniert zusammen

Alles Weitere mussten Einsatzleiter und Gruppenführer entsprechend der aktuellen Lage entscheiden, wie in einem realen Einsatz. Und so ließ der Einsatzleiter Hubert Scheuermann nach kurzer Erkundung die anderen Abteilungen nachalarmieren. Die Abteilung Bittelschieß entnahm Wasser aus dem Kehlbach und versorgte damit die beiden Löschfahrzeuge aus Krauchenwies und Göggingen. Die Atemschutztrupps gingen zur Personenrettung und zum Löschangriff in den Keller. Die Abteilung Göggingen unterstützte bei der Wasserförderung und dem Innenangriff. Von der Rückseite löschte die Abteilung Hausen – ebenfalls mit Wasser aus dem Kehlbach.

Die sechs „Vermissten“ wurden nach und nach gefunden und an die DRK-Bereitschaft Krauchenwies übergeben. Diese hatte ihre Verletztensammelstelle in einem gegenüberliegenden Gebäudeteil vorbereitet. Nach einer Dreiviertelstunde konnte der Einsatzleiter den Übungseinsatz beenden.

Allerdings war die Übung damit noch nicht beendet, ein weiterer Übungseinsatz folgte. Die Annahme: Abgelenkt vom Einsatzspektakel kam ein Autofahrer mit seinem Fahrzeug von der Straße ab und krachte gegen die Hauswand.

Jetzt kam das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 2016 zum Einsatz, Unterstützung kam von der Abteilung Ablach. Während die Beifahrerin mittels Spineboard, einer Art Schaufeltrage, durch die Heckklappe gerettet werden konnte, war die Fahrerin so eingeklemmt, dass das Dach mittels Schere und Spreizer entfernt werden musste.

Bei der anschließenden Übungsbesprechung lobte der stellvertretende Kreisbrandmeister Dieter Müller den Ablauf, das Miteinander und die Objektwahl.

Die Fahrzeugaufstellung war jedoch wegen Platzmangels nicht optimal. Bei einem realen Einsatz hätte die L 456 gesperrt werden müssen, um das Platzproblem zu lösen. „Macht weiter so“, waren seine abschließende Worte.

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