Gemeinderat stimmt gegen weiteren Kiesabbau in Göggingen

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 In Göggingen soll kein weiterer Kies mehr abgebaut werden.
In Göggingen soll kein weiterer Kies mehr abgebaut werden. (Foto: Weiß, Roland)
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Kiesabbau in Göggingen wird gebremst: Der Krauchenwieser Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung gegen eine Erweiterung des bestehenden Offenlandkiesabbaus der Firma Valet und Ott gestimmt. Bei der geplanten Fläche wären circa 39,3 Hektar geplant.

Wir sind es den Gögginger Bürgern einfach schuldig, dass sie nicht von allen Seiten eingekesselt werden.

Gemeinderat Thomas Stärk

„Wir sind es den Gögginger Bürgern einfach schuldig, dass sie nicht von allen Seiten eingekesselt werden“, sagt Gemeinderat Thomas Stärk. Auf dem geplanten Gebiet befinden sich laut Bürgermeister Jochen Spieß insgesamt vier Gemeindewege, die nicht verkauft werden sollen. 

Bereits im Jahr 2011 hatte die Anfrage der geplanten Erweiterung der Firmen Valet und Ott sowie Martin Baur große Misstimmung in der Gemeinde ausgelöst. Daraufhin hat sich die Bürgerinitative „Gegen weitere Kiesabbauflächen in Göggingen“ gegründet und über 500 Unterschriften gegen die geplanten Arbeit gesammelt. Gründe sind unter anderem eine erhebliche Schmutz- und Lärmentwicklung, die mit einer Erweiterung zusammenhängen und die die Bürger stören würden.

Gemeinde ist nicht grundsätzlich gegen den Kiesabbau

„Wir sind ja nicht grundsätzlich gegen einen Kiesabbau“, sagt Jochen Spieß. Erst kürzlich habe die Gemeinde der Firma Martin Baur in Ettisweiler einen weiteren Kiesabbau genehmigt und auch die Firmen Nordmoräne und Baresel dürften im Wald weiter abtragen. Aber der Abbau, der rund um Göggingen geplant sei, sei dann doch zu viel. 

Außerdem geht aus einer Beurteilung des Regierungspräsidiums hervor, dass auf der freigegebenen Fläche ein vollständiger Rohstoffabbau ohne Dammbildung erfolgt sein muss. „Das kann unseres Wissens nicht gewährleistet werden, wenn die Gemeinde ihre Wege nicht an die Firmen verkauft“, sagt Spieß. Letztendlich habe aber das Landratsamt das letzte Wort. 

Bürgermeister erwägt rechtliche Schritte

Doch das ist der Gemeinde ein Dorn im Auge. Deshalb hat sie prüfen lassen, ob die Firma den Beschluss des Gremiums umgehen könnte. Und Spieß geht noch weiter: „Wenn mit dem Abbau begonnen werden soll, obwohl ein vollständiger Abbau gar nicht möglich ist, müssen wir uns überlegen, vor Gericht zu gehen.“

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