Ferienbetreuung ist in Krauchenwies jetzt möglich

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 Eine Elterninitiative hat jetzt in Krauchenwies eine Vor- und Grundschulbetreuung hervorgebracht.
Eine Elterninitiative hat jetzt in Krauchenwies eine Vor- und Grundschulbetreuung hervorgebracht. (Foto: Mandy Streich)
Mandy Streich

Die Gemeinde Krauchenwies bietet ab den Sommerferien eine Ferienbetreuung über das Haus Nazareth für Vorschul- und Grundschulkinder bis zwölf Jahren an, deren Eltern in den Ferien arbeiten müssen. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

Die Elternbeiräte der Grundschüler und der Kindergartenkinder haben sich zu einer Initiative zusammengeschlossen, um gegen die bisherige Feriensituation vorzugehen. Bei insgesamt 72 Schließtagen der Grundschule, ohne die pädagogischen Tage kommen arbeitende Elternteile mit 30 Urlaubstagen schnell an ihre Grenzen, wie Cora Schweighart, Initiatorin der Gruppe und alleinerziehende Mutter erzählt. „Nicht nur für alleinerziehende Elternteile ist es schwierig mit 72 Schließungstagen, sondern auch allgemein für alle arbeitenden Eltern“, sagt sie. Bereits im vergangenen Jahr hat die Gruppe bei den Eltern eine Umfrage gestartet und mit 163 rückläufigen Bögen eine große Resonanz bekommen.

Das Haus Nazareth, das auch bisher ein Ferienprogramm angeboten hat, kann sein Angebot noch vergrößern und insgesamt sieben Stunden am Tag von 7 bis 14 Uhr ein Programm anbieten. Jeweils in der zweiten Woche der Oster-, Pfingst- und Herbstferien sowie den letzten drei Wochen der Sommerferien könnten die Vorschul- und Grundschulkinder dann betreut werden. Die jährlichen Mehrkosten in Höhe von 6000 Euro, die nicht durch Zuschüsse abgedeckt werden, übernimmt die Gemeinde Krauchenwies. Dieses Mehrangebot kann durch eine Erhöhung der Schulsozialarbeit von derzeit 72 Prozent auf 80 Prozent gewährleistet werden.

Keine Kosten für die Eltern

Auf die Eltern kommen bislang keine Kosten für die Ferienbetreuung zu, da die Gemeinde die Mehrkosten übernimmt. Die Gemeinde behält es sich jedoch vor, wie Bürgermeister Jochen Spieß in der Gemeinderatssitzung erklärte, bei stark zunehmenden Kosten einen kleinen Betrag auf die Eltern umzulegen. Das sei jedoch kein Problem, bestätigte auch Cora Schweighart. „Bisher zahlen wir ja auch für Ferienbetreuungen und ich denke, das wären auch keine hohen Kosten“, sagt sie. Auch gebe es ab sofort keine Betreuungsgrenze mehr, da das Haus Nazareth dann entsprechend mit mehr Betreuern plant. Zuvor war bereits bei einer Zahl von zehn zu betreuenden Kindern die Obergrenze erreicht.

Und auch eine Überschneidung mit dem jährlichen Sommerferienspaß der Vereine ist ausgeschlossen, da beim Haus Nazareth ebenfalls eine Anmeldung für einzelne Tage bei der Ferienbetreuung möglich ist. Anmeldeschluss ist vier Wochen vor Programmbeginn.

In den kommenden Sommerferien konnte das Haus Nazareth bisher noch nicht die vollen drei Wochen einplanen. Trotzdem soll es vom 29. Juli bis zum 2. August und vom 26. August bis zum 10. September eine Ferienbetreuung für die Kinder vom Haus Nazareth geben, wie Schweighart mitteilt. Die Programmgestaltung obliege dem Haus Nazareth, eventuelle Wünsche der Gemeinde oder der Eltern würden aber berücksichtigt. Die Veröffentlichung der zukünftigen Betreuungszeiten werde dann immer zum Schuljahresstart erfolgen und Anmeldungen seien dann auch für die nächsten 1,5 Jahre möglich.

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