Hubert B. Forster †
Hubert B. Forster † (Foto: Archiv: Setz)
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Im Alter von 71 Jahren ist Dr. Hubert B. Forster gestorben. Der gebürtige Mindelheimer kam 1980 gemeinsam mit seiner Frau nach Krauchenwies und betrieb dort über Jahrzehnte die Hohenzollern-Apotheke. Neben seiner Tätigkeit als Apotheker war Forster in vielen Vereinen aktiv und förderte andere durch seine Mitgliedschaft. Zudem war er Gründungsmitglied der Hohenzollern-Kürassiere und des Rotary Clubs Sigmaringen sowie Schriftführer beim Verein für Natur und Landschaft. „Dort hat er vor Kurzem noch geholfen, Steine zu schleppen“ erzählt sein Sohn Simon. Die Natur war eine der Leidenschaften Forsters. Er war viel im Garten, hat ein Grundstück mit Bäumen bepflanzt, Obstgehölze bestimmt und die Früchte anschließend verarbeitet – oft in Form von Hochprozentigem.

„Er war ein Mensch, der gerne gelebt und gefeiert hat“, sagt Simon Forster, der sich daran erinnert, dass sein Vater an der Fasnet immer selbst gemachten Schlehenlikör ausgeschenkt hat. Der Kontakt zu anderen war seinem Vater wichtig. Verbindungen zum Landsknechtsverein und den Klassenkameraden in seinem Geburtsort hielt er bis zum Schluss, mit den Turnerkameraden kochte er einmal im Jahr Sülze. Und auch zu Hause packte er mehr und mehr an. „Meine Mutter hat ihm ein Leben lang den Rücken gestärkt, als es ihr nicht gut ging, hat er dasselbe für sie gemacht“, berichtet Simon Forster, der seinen Vater als großzügig, herzensgut und gläubig beschreibt. Mehrere Male wanderte Hubert B. Forster auf dem Jakobsweg, in Jerusalem kaufte er sich „ein Kreuzchen, das er eigentlich immer getragen hat“, so Simon Forster.

Hubert B. Forster hat alles immer so gemacht, wie er es für richtig hielt. „Die Wohnung hat er zu einem kleinen Museum zusammengestellt, ein bisschen Unordnung gehörte immer dazu“, erinnert sich sein Sohn Simon. Laut ihm hatte sein Vater mit Pünktlichkeit manchmal Schwierigkeiten, dafür war er vielseitig interessiert und wissbegierig. Er war durchaus aber auch aufbrausend. Das legte sich, als er die Apotheke an seinen Sohn übergab und sich anderen Themen widmen konnte, da wurde er ruhiger, blieb aber umtriebig. „Mein Vater hatte noch viele Pläne, wollte reisen. Die Liste mit den Sachen, die er noch machen wollte, ist noch halb voll“, sagt Simon Forster. Sein Vater habe Artikel aus der Zeitung ausgeschnitten, um Projekte im Auge zu behalten: Wanderungen, Feste oder Pläne für den Garten.

Experimentiert hat Forster gerne, führte früh in den Apotheken Computersysteme ein und tüftelte daheim an der Rezepturen für Getränke. Als nächstes wollte sich der Doktor der Pharmazie an einem Vanille-Eis ausprobieren. „Die Maschine dazu gab es vergangenes Jahr zu Weihnachten“, sagt Simon Forster, der seinen Vater immer als fröhlichen und offenen Menschen erlebt hat. Deshalb hätte er sich sicher gewünscht, dass „die Leute zur seiner Trauerfeier in farbigen Klamotten erscheinen und nicht in biederem Schwarz.“

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