Dirigent Rainer Kempf gibt seit 40 Jahren den Ton an

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 Die Geehrten (von links): Jürgen Ott, Gisela Ott und Rainer Kempf mit Pfarrer Markus Moser.
Die Geehrten (von links): Jürgen Ott, Gisela Ott und Rainer Kempf mit Pfarrer Markus Moser. (Foto: Manuela Steiert)
Manuela Steiert

Die Mitglieder im Kirchenchor St. Nikolaus in Gögginen haben ihren gesamten Vorstand per Akklamation und ohne Gegenstimme bestätigt. Gisela Ott wurde für ihr 70-jähriges aktives Singen im Chor geehrt, Chorleiter Rainer Kempf für 40-jähriges Wirken im Chor.

Eine fast vollzählige Mannschaft konnte Vorsitzender Adelbert Vochatzer bei der Mitgliederversammlung des Kirchenchors St. Nikolaus im Pfarrsaal in Göggingen begrüßen. Im vergangenen Jahr war mit Berthold Kern ein Ehrenmitglied des Vereins verstorben, Pfarrer Markus Moser übernahm die Totenehrung, indem den verstorbenen Mitgliedern in einer Schweigeminute gedacht wurde.

Schriftführer Christian Strobel berichtete von den Höhepunkten im vergangenen Jahr. Die Fasnetsveranstaltung unter dem Motto „Tausend und eine Nacht gefeiert“ hatte für Pfarrer Moser einen Flug auf dem schwebenden Teppich bedeutet. Es folgten die Karfreitagsliturgie, die Vorbereitung der Osternacht eine lateinische Messe und die Eucharistiefeier zu Pfingsten. Eine imposante Führung durch den Campus Galli erlebten die Mitglieder beim Sommerfest, die von Mitglied Gerhard Löffler höchstpersönlich geleitet wurde. Mit im Repertoire waren bisher unter anderem die Lieder „Mit dir kann ich auf hohen Bergen stehen“ oder von Robbie Williams „Der Engel“ oder „Großer Gott wir loben dich“ in leicht abgewandelter Form. Ein besonderes Weihnachtsgeschenk erhielten die Bewohner des Seniorenzentrums in Krauchenwies. Sie wurden vom Besuch des Chors an Weihnachten überrascht. Auch das diesjährige Motto zur Fasnet „Der wilde, wilde Westen“, zeigt einmal mehr, mit wie viel Spaß und Humor der Verein seine Aktivitäten plant. Pfarrer Moser war dabei einmalig als Winnetou und Chorleiter Kempf als Old Shatterhand live am Marterpfahl zu erleben. Auch die gemeinsamen Auftritte mit dem Streichorchester St. Laurentius aus Krauchenwies am Karsamstag bei der gemeinsamen Gestaltung des Gottesdienstes kamen gut an.

Mit Urkunden und Geschenken wurden die langjährigen Mitglieder des Kirchenchors geehrt. Dabei konnte Gisela Ott auf 70 Jahre zurückblicken. Ihr Mann Jürgen auf 40 Jahre. Auch Chorleiter Rainer Kempf feierte dabei sein 40-jähriges Wirken im Chor.

Ein besonderer Dank erging auch an den Getränkewart Arthur Gut-gsell in Form einer Flasche Ramazotti, die an diesem Abend noch öfters den Besitzer wechseln sollte. Der Vorsitzende überraschte seine Stellvertrerin Marlies Kessler und überreichte ihr spontan als Dank für ihre zuverlässigen Dienste einen Blumentopf, den viele für eine frühlingshafte Dekoration im Pfarrsaal gehalten hatten. Marion Bitterwolf, Ulrike Löffler und Ralf Epple kamen als neue Mitglieder zum Verein.

Nach dem Bericht des Vorsitzenden gab Chorleiter Rainer Kempf einen Überblick über die Arbeit. Zu dem Amt sei er „wie die Jungfrau zum Kinde“ gekommen. Einst als Dorfmusiker tätig, spielte er lange Zeit die Orgel in der Kirche, obwohl der frühere Pfarrer ihn beschuldigte, diese mit seiner Musik kaputt gemacht zu haben.

Er konnte die Sänger für die Stimmbildung vor den Proben begeistern. Glaubt man allerdings dem humoristischen Vortrag von Lu Mauch, muss beim einen oder anderen Mitglied der Ehepartner sich deutlich vor dem Haus platzieren, um während der gesanglichen Erprobung nicht von den Nachbarn beschuldigt zu werden, die Ehefrau zu schlagen. Mit weiteren lustigen Anekdoten in Büttenform zeigte sie, mit wie viel Humor und guter Laune wie der Chor zusammenkam.

Davor erfolgten jedoch die Neuwahlen des Vorstandes. Die Wahlen wurden von Peter Beck geleitet und per Akklamation in kürzester Zeit getätigt. Denn Einigkeit herrschte auch dabei, dieselbe Besetzung sollte am besten die nächsten sechs Jahre anstatt der vorgesehen drei weitermachen.

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