CDU schickt nur zwölf Kandidaten ins Rennen

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 Die Kandidaten der CDU (nicht alle anwesend) mit Anton Ruprecht (Zweiter v. rechts), der ebenfalls wieder kandidiert.
Die Kandidaten der CDU (nicht alle anwesend) mit Anton Ruprecht (Zweiter v. rechts), der ebenfalls wieder kandidiert. (Foto: Christoph Klawitter)
Christoph Klawitter

Zwölf Gemeinderatskandidaten treten für die Krauchenwieser CDU bei der Kommunalwahl an – die Liste wurde damit nicht voll. Die Parteimitglieder haben am Mittwochabend die Kandidaten in der Nominierungsversammlung im Gasthaus Krone nominiert. Anschließend fand eine Hauptversammlung statt, bei der der Vorsitzende Anton Ruprecht die Mitglieder zu mehr Engagement für die Parteiarbeit aufrief.

Man habe nicht alle Plätze auf der Liste besetzt bekommen, sagte Anton Ruprecht. „Auch wir stellen fest, dass es immer schwieriger wird, Leute zu motivieren, ein Amt in der politischen Gemeinde mit zu übernehmen“, sagte er. Er führte dies auch auf die „Art und Weise“, wie mit politischen Themen umgegangen werde, zurück. Da gebe es nicht nur persönliche Angriffe gegen Gemeinderäte, sondern auch richtige Verletzungen. Er spielte damit auf entsprechende Kommentare im Internet an: „Die große Macht des Internets, oder die dunkle Macht, wie man auch sagt, ist auch im Kleinen schon angekommen“, bemerkte er mit Bezug auf Krauchenwies. Als politisch Tätiger müsse man solche Situationen durchstehen. Da gebe es ein „Ohren anlegen und durch“, meinte er. Man tue sich aber bei der aktuellen Lage schwer, Leute für die politische Gemeinderatsarbeit zu gewinnen. Als Ziel formulierte er mit Blick auf die Gemeinderatswahl, dass ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht werden soll.

Martin Binder störte sich an der Anzahl der Gemeinderatskandidaten. „Ich sehe das als kleine Blamage. So wenig haben wir noch nie aufgestellt“, übte er Selbstkritik. Andere CDU-Gemeindeverbände hätten mehr Kandidaten für ihre Listen gefunden. Daraufhin gab es eine Diskussion über die Gründe. Anton Ruprecht meinte, er sei froh, überhaupt zwölf Kandidaten zu haben. „Ich habe mit weniger gerechnet“, sagte er. „Außerdem haben wir gute Leute dabei“, sagte er zur Wahlliste. Auch „CDU-Urgestein“ Helmut Zwißler teilte die Einschätzung von Ruprecht: Die Bereitschaft der Menschen, sich zu etwas zu bekennen, habe abgenommen. Angesprochen wurde auch die Tatsache, dass dieses Mal keine Frau auf der Wahlliste der CDU steht. Anton Ruprecht machte deutlich, dass er sich auch um Kandidatinnen bemüht habe. Doch man könne niemanden zur Kandidatur zwingen.

In geheimer Abstimmung bestätigten die Parteimitglieder dann die zwölf Kandidaten auf der Wahlliste. Wie Ruprecht ankündigte, sei geplant, eine Kandidatenvorstellung auf dem Löwenplatz zu veranstalten. In der Hauptversammlung sprach Anton Ruprecht wichtige Bereiche an. Das Thema Windkraft beispielsweise habe Wellen geschlagen. „Wir waren bemüht, in der Gemeinde Krauchenwies den Ball flach zu halten“, sagte er mit Bezug zur Diskussionskultur. Bedeutend war auch das Thema Schule. „Wir haben versucht, die Werkrealschule in irgendeiner Form am Leben zu halten.“ Doch jetzt habe man das Gesetz des Handelns nicht mehr in der Hand. Ein strittiges Thema war auch die Neuaufstellung der Feuerwehr-Organisation im Gemeindegebiet.

Ruprecht gab zudem Auskunft über seine Arbeit als Gemeindeverbands-Vorsitzender. Er ließ durchblicken, dass er sich mehr Engagement der Parteimitgliedern wünsche: Er berichtete von einem „Gesprächsfrühstück“ im Ort, zu dem kaum jemand aus dem Gemeindeverband kam. Ebenso von einem Grillfest, zu dem kaum jemand aus dem Verband gekommen war, und das, ohne sich vorher abzumelden. „Politik lebt vom sich einbringen, Politik lebt vom Mitmachen“, sagte Ruprecht. Wenn man sich als Gemeindeverband politisch nicht engagiere und sich nicht in der Gemeinde zeige, brauche man sich nicht über mangelnden politischen Zuspruch zu beklagen.

Anton Ruprecht wurde in geheimer Wahl mit 16 Ja-Stimmen wiedergewählt, es gab eine Nein-Stimme. Die restlichen Vorstandsmitglieder wurden offen per Handzeichen gewählt. Neuer Schatzmeister wurde Linus Bergmann, der Martin Binder ablöste. Stellvertretender Vorsitzender ist Felix Faistlinger, Beisitzer sind Thomas Dreher, Klaus Fischer und Hans-Peter Kernler.

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