Anerkennung von allen Seiten für die Feuerwehr

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János Nemes, Kommandant der Feuerwehr Isztimér (rechts), übergibt an Robin Damast ein Geschenk.
János Nemes, Kommandant der Feuerwehr Isztimér (rechts), übergibt an Robin Damast ein Geschenk. (Foto: Christoph Klawitter)
Schwäbische Zeitung
Christoph Klawitter

Mit einem Festakt im Waldhorn hat die Freiwillige Feuerwehr Krauchenwies ihr 150-jähriges Jubiläum gefeiert. Dass bei solchen Anlässen mitunter Freud und Leid nah beieinander liegen können, war an diesem Abend zu sehen: Für Wolfgang Benz, den kürzlich verstorbenen, langjährigen Feuerwehrkommandanten war eine Gedenkecke eingerichtet. Ein Bild von ihm war aufgestellt, daneben ein Kondolenzbuch und ein Schreiben der Angehörigen an die Feuerwehr. Zu Beginn der Jubiläumsfeier erinnerte Gesamt- und Abteilungskommandant Robin Damast an Wolfgang Benz.

Mehrere Grußwortredner betonten die Wichtigkeit der Feuerwehr für Krauchenwies. „Das Feuerlöschen ist hier in Krauchenwies längst nicht mehr die Hauptaufgabe“, stellte Landrätin Stefanie Bürkle fest. So habe es die Feuerwehr beispielsweise mit Sturmschäden oder Auto- und Lastwagenunfällen zu tun. „Vier Lkw-Unfälle pro Jahr ist der traurige Schnitt“, sagte sie. Sie machte deutlich, dass die Arbeit der Feuerwehr auch manchmal psychisch sehr belastend sein kann. „Sie kommen auch mit dem Tod in Kontakt“, bemerkte sie.

Bei der Feier im Waldhorn war auch eine Abordnung der Partnerstadt Isztimér dabei. Im Vorfeld des Festakts haben Feuerwehr-Mitglieder aus der Partnergemeinde den Spielplatz im Augrund renoviert. Bürgermeister Jochen Spieß berichtete in seinem Grußwort davon und lobte das Engagement der Partner aus Ungarn. „Jetzt strahlt der Spielplatz in einem Glanz, das ist bombig“, freute er sich. „Das ist ein Meilenstein in unserer Partnerschaft.“ Auch Kommandant Robin Damast freute sich über die Anwesenheit der Gäste. „Es ist ein sehr familiäres Zusammensein mit euch.“

Natürlich hatte Bürgermeister Spieß auch für den Jubilar lobende Worte. Die Männer und Frauen der Krauchenwieser Wehr leisteten Großartiges. An einem Brand im Jahr 1843 – damals war die Feuerwehr Krauchenwies noch nicht gegründet – könne man sehen, wie wichtig eine Feuerwehr ist. An der Stelle, an der jetzt das Rathaus steht, sei damals ein landwirtschaftliches Anwesen abgebrannt. „Die Arbeit, die Sie leisten, ist einfach unbezahlbar“, fand auch Judit Gömbösné Rostaházi, stellvertretende Bürgermeisterin von Isztimér. Das Engagement der Feuerwehr Krauchenwies sei beispielhaft. Von einer „reibungslosen Zusammenarbeit“ konnte Egon Demmer, Leiter des Polizeireviers Sigmaringen, berichten. Claus Bergermann – ein bekannter Mann in der Krauchenwieser Fasnet – drückte seine Anerkennung auf humoristische Art und Weise aus. In Reimform lobte er die Arbeit der Feuerwehr. Das Bläserquintett unterhielt die Besucher musikalisch. Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gesamtwehr Krauchenwies unterstrich Hubert Scheuermann, stellvertretender Gesamtkommandant. „Durch dick und dünn“ gehe man zusammen. Er und die Abteilungskommandanten überreichten einen neuen Fahnenwimpel für die Feuerwehrfahne an Robin Damast.

Auf den Tischen lagen Exemplare einer Festschrift namens „Krauchenwies und seine Feuerwehr“, die Robin Damast und Herbert Klawitter erstellt haben. Damast trug dem Publikum daraus vor. So habe beispielsweise die Gemeinde Krauchenwies bereits 1770 eine fahrbare Spritze besessen, die von Pferden gezogen wurde. Die Freiwillige Feuerwehr Krauchenwies wurde im Mai 1865 gegründet – als eine der ersten im Oberamtsbezirk, wie Damast bemerkte. In seinem geschichtlichen Rückblick spannte Damast einen Bogen bis zu Gegenwart und Zukunft. „In Zukunft gilt es, unsere bewährten Standards zu halten“, sagte er. Er betonte dabei die Wichtigkeit der Jugendarbeit. „Unsere heutige Jugend wird die zukünftige Feuerwehr Krauchenwies sein.“

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