Ablacher spielen turbulente Weihnachtskomödie

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Im Hause Kapp herrscht kurz vor dem Weihnachtsfest das reinste Chaos.
Im Hause Kapp herrscht kurz vor dem Weihnachtsfest das reinste Chaos. (Foto: Arno Möhl)

Der vorweihnachtliche Stress hat auch die Theaterspieler der Ablacher Bühne angesteckt. Seit Anfang Oktober proben sie für das Stück „…und morgen kommt der Papst“ von Autorin Heide Mager. Bekannte und neue Gesichter der Theatergruppe um die Leiterin Gabi Strobel fanden im Drehbuch nicht nur den Spaß, den die Ablacher Jahr für Jahr mit großem Erfolg ins Publikum transportieren. Sie haben trotz einiger Personalwechsel auch wieder ein Ensemble zusammenbekommen, das neugierig macht.

Eduard Klink blickt auf zehn Jahre Theatererfahrung zurück und hat eine der Hauptrollen übernommen. Als Herr im Hause Kapp sollte er eigentlich so etwas wie der ruhende Pol sein. Wäre da nicht Oma Kapp (Gabi Strobel), die sich mit allerlei Eskapaden in den Vordergrund drängt. Dass sie reif für die Pflegestufe 2 sei, könne ja nur ein Irrtum sein – und das lässt sie ihre Umgebung spüren. Das Spiel mit dem Rollstuhl macht sie perfekt mit, aber ihre Vorliebe für Weihnachtslieder und die Marotte, alles zu kommentieren, ist allgegenwärtig. Mit der Fernbedienung um den Hals und in Erwartung des Papstbesuchs nervt sie ihre Umgebung und ist damit natürlich der Kracher fürs Publikum.

Mit Heike Trippel als Ehefrau von Hans Kapp ist eine schlagfertige und kampferprobte Hausherrin auf der Bühne. Und auf noch einen Erfolgsgaranten darf sich das Publikum freuen: Frank Beck in der Rolle des Schwagers. Der soll mit der Freundin seiner Schwester (Manuela Kugler) verkuppelt werden. Wer Frank Beck kennt, ahnt, dass da ein gewaltiges Stück Arbeit auf die Akteure wartet. Und dann gibt es noch zwei junge Leute: Lorenz Wagner als Sohn der Familie Kapp und dessen Freundin (Stephanie Strobel). Von ihm als Polizeiwachtmeisteranwärter geht keine Gefahr aus, ist er doch ständig auf der Suche nach seiner Pistole. Viele werden sich fragen, was da zwischen den beiden läuft, denn ihre Übelkeit bietet Anlass für Mutmaßungen. Das alles hätte schon alleine gereicht, um die letzten Stunden vor dem Fest zum Albtraum werden zu lassen. Wäre da nicht noch ein verflixter Weihnachtsbaum. Ach ja, und der Papst, der jeden Moment die Türschwelle betreten könnte.

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