800 Menschen feiern Tegometall

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Alles Tegometall: Wer von Pfullendorf kommend in Krauchenwies einfährt, sieht erst einmal fast nur Gebäude von Tegometall. Am k
Alles Tegometall: Wer von Pfullendorf kommend in Krauchenwies einfährt, sieht erst einmal fast nur Gebäude von Tegometall. Am kommenden Freitag feiert der Regalpionier hier sein 50-jähriges Firmenjubiläum. (Foto: Patrick Laabs)
Redakteur Krauchenwies und Inzigkofen

Die Firma Tegometall, die in Krauchenwies und Sauldorf zwei große Werke betreibt, feiert in diesem Jahr 50-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum will die Firma, die ihren Sitz im schweizerischen Lengwil direkt an der Grenze zu Deutschland hat, mit einem Familienfest am kommenden Freitag begehen. Alle Mitarbeiter der drei Standorte Lengwil, Krauchenwies und Sauldorf seien mit deren Familien eingeladen, sagt Camilla Horstmann von Tegometall, die die Feier geplant hat. „Wir rechnen mit rund 800 Gästen“, sagt sie. Gefeiert wird beim neuen Tegometall-Logistikzentrum in Krauchenwies.

Die Anfänge des traditionsreichen Familienbetriebs reichen bis ins Jahr 1954 zurück, als Deutschland nicht nur Weltmeister wird, sondern auch Rudolf Bohnacker bei Ulm die Firma „Bohnacker Metallwarenfabrik“ gründet. Damals wie heute werden Regale gebaut. „Wir sind, was den Bau von Regalen anbelangt, der Pionier in Deutschland“, sagt Horstmann. 1966 zieht Bohnacker mit seiner Firma nach Krauchenwies um, seit 1968 heißt sie Tegometall. Rund 900 Menschen aus 50 Nationen arbeiten heute für die Firma, neben den Standorten in Lengwil, Krauchenwies und Sauldorf gibt es Werke in Polen und Slowenien sowie Niederlassungen in China, Frankreich, Ungarn und England.

Am Standort in Krauchenwies fertigen die Mitarbeiter Regale, wie sie beispielsweise im Kaufland zu sehen sind. Am Standort in Sauldorf werden größere Schwerlastregale hergestellt. „IKEA und Hornbach etwa gehören zu unseren größten Kunden“, sagt Horstmann. Rund Zweidrittel der gesamten Tonnage werde in Deutschland gefertigt, 90 Prozent des Jahresumsatzes werde mit Europa erzielt, sagt Horstmann: „Aber wir haben auch unsere Kontakte in die Vereinigten Arabischen Emirate und Israel.“ Insgesamt verließen rund 3000 Lastwagen jedes Jahr die beiden Werke in Krauchenwies und Sauldorf. Tegometall mache laut Horstmann 100 Millionen Euro Umsatz im Jahr.

Tegometall setzt auf Nachhaltigkeit

Stolz ist man bei Tegometall darauf, in all den Jahren immer auch Nachwuchs ausgebildet zu haben. „Mehr als 370 Menschen hat Tegometall ausgebildet, aktuell haben wir zehn, fünf weitere sollen noch in diesem Jahr eingestellt werden“, sagt Horstmann. Und als ein Erfolgsgeheimnis werte sie, dass Tegometall sich auf die Fahnen geschrieben habe, besonders nachhaltige Ware anzubieten. „Damit grenzen wir uns auch gegenüber unseren Wettbewerbern aus China ab. Mit unseren Regalen kann man auch mehr als einmal umziehen“, sagt sie. Hohen Wert lege Tegometall generell auf das Thema Umweltschutz: „Mehr als 80 Prozent der Ware wird via Zug über die Ablachtalbahn angeliefert“, sagt sie.

Bei der 50-Jahr-Feier, die am 15. Juni von 11.30 bis 18 Uhr stattfindet, wird es verschiedene Angebote für die ganze Familie geben. „Wir haben einen Jahrmarkt mit Kinderkarussell, Hüpfburg und Hau den Lukas organisiert“, sagt Horstmann, die bei Tegometall in Lengwil Teamleiterin im Innendienst ist. Außerdem werde es Reden etwa von Landrätin Stefanie Bürkle und Krauchenwies’ Bürgermeister Jochen Spieß geben. Höhepunkt soll ein Völkerballturnier werden, bei dem die drei Standorte gegeneinander antreten.

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