Übung wird schnell zur Wasserschlacht

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 Wilde Wasserschlacht anstatt Übung: Die Teilnehmer haben viel Spaß.
Wilde Wasserschlacht anstatt Übung: Die Teilnehmer haben viel Spaß. (Foto: Fotos: Christoph Klawitter)
Christoph Klawitter

Am Samstag und Sonntag hat die Löschgruppe Wangen ihr 150-jähriges Bestehen gefeiert. Dabei wurde auch die neue Fahne und der neue Tragkraftspritzenanhänger der Löschgruppe geweiht. Am Sonntag gab es eine lustige Wasserschlacht.

Eigentlich war eine „Übung“ der Wehren Jettkofen und Laubbach mit historischen Einsatzgeräten angekündigt. Doch schnell wurde aus der Schauübung eine Wasserschlacht: Zur Unterhaltung der Besucher – und natürlich auch zur eigenen – spritzten sich die Teilnehmer gegenseitig nass. Auch die Besucher bekamen dabei den ein oder anderen Wasserstrahl ab.

Die freiwillige Feuerwehr ist ein wichtiger Pfeiler der Dorfgemeinschaft in Wangen. Ob Maibaumstellen, Sichelhenke, Sanierungsarbeiten an Gebäuden wie dem Dorfgemeinschaftshaus – sie ist mit dabei, wenn es helfende Hände braucht. „Wir sind Mitorganisator der Fasnet“, ergänzt Feuerwehrmitglied und Ortsvorsteher Franz Steinhart. Auch in seiner Funktion als Ortsvorsteher könne er sich auf die Löschgruppe verlassen. „Ich kann halt immer auf die Kameraden der Feuerwehr zurückgreifen“, freut er sich. Jüngstes Beispiel hierfür war die Dachsanierung des Feuerwehrhauses in Wangen. „Wir sind 15 Leute“, sagt Franz Steinhart mit Blick auf die Löschgruppe Wangen. Das seien etwa zehn Prozent der Wangener Bevölkerung – laut Steinhart eine sehr gute Quote. Gut sieht es seinen Worten zufolge auch mit der Altersstruktur aus: „Vor allem in den letzten sechs Jahre haben wir viele Junge gekriegt.“ Wichtig sei aber auch, dass man die jüngeren Mitglieder dann mit einbinde, was in der Löschgruppe geschehen sei.

In die Jubiläumsfeier am Wochenende investierten die Feuerwehrmitglieder im Vorfeld schon viel Arbeit. „Es war jede Menge Arbeit“, sagt Löschgruppenführer Heiko Riegger und lacht. Die Jubiläumsfeier diene auch dem Fortführen der Feuerwehrtradition. Wobei er unter Tradition nicht das „Bewahren der Asche“, sondern das „Schüren der Flamme“ verstehe, ergänzt Riegger in Anlehnung an ein Zitat.

Wichtiger Anhänger für Wangen

Die Löschgruppe Wangen gehört zur Einsatzabteilung Weithart. Die Wangener Löschgruppe hat jetzt einen neuen Tragkraftspritzenanhänger bekommen. „Das ist unser Hauptlöschmittel“, unterstreicht Riegger die Bedeutung dieses Anhängers. Bezeichnet ist der Anhänger mit „Freiwillige Feuerwehr Ostrach“, dann kommt das Wappen Wangens, und am Schluss der Schriftzug „Weithart“. Erst in einer Ortschaftsratssitzung vor kurzem wurde kritisch hinterfragt, warum da „Weithart“ und nicht Wangen stehe. Ortsvorsteher Steinhart will sich nochmals darüber informieren wie das bei Fahrzeugen der anderen Ostracher Teilort-Wehren gehandhabt wird, erläutert er auf Nachfrage der SZ – eventuell wird der Schriftzug noch durch „Wangen“ ersetzt.

Neu ist die Fahne der Löschgruppe. Die wertvollen Stickereien der alten Fahne wurden in die neue Fahne eingearbeitet und blieben somit erhalten. Die neue Fahne wie auch der neue Tragkraftspritzenanhänger wurden im Rahmen eines Gottesdiensts mit Pfarrer Meinrad Huber geweiht beziehungsweise gesegnet. Mit der Anzahl der Festbesucher waren Steinhart und Riegger überaus zufrieden, wie sie deutlich machten. Begonnen hatten die Jubiläumsfeierlichkeiten am Samstag mit einem Festakt für geladene Gäste. Es gab auch eine Ehrung: Manfred Bosch, stellvertretender Löschgruppenführer, bekam die Ehrenspange des Kreisfeuerwehrverbandes Sigmaringen.

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