TWS will sich an Windpark Kettenacker beteiligenTWS Schussental beteiligt sich an Windkraftprojekt in Kettenacker

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Ignaz Stösser
Redakteur Alb/Lauchert
Schwäbische Zeitung

Die Stadt Gammertingen will mit weiteren Partnern in der geplanten Konzentrationszone für Windkraft vier Windräder bauen. Einer der Partner sind die Technischen Werke Schussental (TWS). Die Gemeinderäte der Städte Ravensburg und Weingarten, die Hauptgesellschafter der TWS sind, haben dem Vorhaben dieser Tage zugestimmt. Allerdings teilen auch einige Ravensburger Stadträte die Bedenken der Kettenacker Bürgerinitiative gegen dieses Projekt.

„Wir sind nicht gegen Windkraft, aber Menschen dürfen nicht unter Technik leiden“, argumentierte Dieter Schwendiger von den „Bürgern für Ravensburg“. Und: „Wir sagen nein, denn es fehlt die kommunale Akzeptanz.“ Mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Anwohner durch Infraschall brachte auch Rolf Engler (CDU) zur Sprache. Roland Dieterich machten eher die Finanzen sorgen: Die TWS investieren in die Planung 200 000 Euro. TWS-Netz-Geschäftsführer Helmut Hertle bezifferte die Chancen, dass die Anlage tatsächlich gebaut wird, auf rund 50 Prozent. Dieterich: „Diese Wahrscheinlichkeit wäre mir für mein privates Geld eindeutig zu gering.“ Auch die erwartete Rendite von unter sechs Prozent überzeugt den FDP-Chef nicht. Die Mehrheit allerdings stand im Gemeinderat hinter der Investition.

Der kommunale Energieversorger TWS will verstärkt in die Sparte erneuerbare Energien investieren. In Boms-Haggenmoos hat die TWS gerade die größte Photovoltaik-Anlage im Kreis in Betrieb genommen. In Kettenacker soll nun die Windkraft das Portfolio der Technischen Werke erweitern. Kontakte mit den Stadtwerken Gammertingen, den Stadtwerken Sigmaringen und der EnBW als Projektpartnern gibt es schon seit Ende 2010/Anfang 2011.

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