Textsichere Schauspieler erhalten viel Applaus

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 Die Darsteller der Laienbühne Engelswies spielen Frau Holle.
Die Darsteller der Laienbühne Engelswies spielen Frau Holle. (Foto: Sr)
Sabine Rösch

Die Premiere der Nachwuchsspieler der Engelswieser Laienbühne ist den zwölf Kindern und Jugendlichen bravourös gelungen. Laut und deutlich und mit dem notwendigen schauspielerischen Talent ausgestattet spielten die Akteure die Geschichte von Goldmarie und Pechmarie im Freilichttheater hinter der Engelswieser Schule.

Seit mehr als 20 Jahren sind die Nachwuchsschauspieler der Engelswieser Laienbühne im Sommer mit einem Märchen zu sehen. Das sei ein schöner Einstieg für das Erwachsenentheater, welches immer in der Winterzeit im Verenasaal aufgeführt wird, erklärt Anja Erbe von der Laienbühne Engelswies. Die beiden Regisseurinnen Heike Fischer und Mareike Hafner haben mit ihren Schützlingen das bekannte Märchen von Frau Holle und den beiden Mariechen inszeniert. Die Rollenverteilung war den Schauspielern auf den Leib geschnitten und die Requisiten und die Kulisse rundeten das stimmige Bild auf der Freifläche hinter dem Schulhaus ab.

Die bissige Witwe Frau Sieben

Die liebe und fleißige Annemarie (Laura Schatz), Stieftochter von der bissigen Witwe Frau Sieben (Marike Hafner), hat es nicht leicht im Leben. Da ist ihre stinkfaule Halbschwester Mariechen (Nele Bauer), die ihr zusammen mit ihrer Mutter das Leben schwer macht. Und da Annemarie bettelarm ist, darf sich auch ihr Freund Hans (Ronja Braun), Sohn des Müllers Klapperrad (Raphael Rössler), nicht zu ihr bekennen. Bei der Arbeit am Spinnrad fällt die Spule in den Brunnen, und die verzweifelte Annemarie springt gleich hinterher. Nach der Begegnung mit der gütigen Frau Holle (Laura Bücheler) kehrt die Annemarie als Goldmarie heim zu ihrer Stiefmutter. Die Rechnung von Frau Sieben, ihre eigene Tochter auch mit Gold ausstatten zu lassen, geht aufgrund deren Faulheit aber nicht auf, sondern diese kehrt als Pechmarie heim.

Die Nachwuchsschauspieler, die teilweise recht schwierige Textpassagen in Reimform fehlerlos vortrugen, wurden nach der einstündigen Theateraufführung zu Recht mit viel Applaus bedacht.

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