Strohballenhaus in Engelswies steht

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Kai Klotzbach (Zweiter von links) beim Dämmen mit Strohballen mit Arbeitskollegen, Freunden und Verwandten.
Kai Klotzbach (Zweiter von links) beim Dämmen mit Strohballen mit Arbeitskollegen, Freunden und Verwandten. (Foto: Rüdiger Sinn)
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Dank guter Vorbereitung und hoher Vorfertigung konnte in den vergangenen zwei Wochen das Strohballenhaus von Kai Klotzbach in Engelswies innerhalb von vier Tagen errichtet werden (wir berichteten).

Allerdings verzögerten längere Regenabschnitte das Aufrichten und stoppten die Handwerker beim Errichten der Wände und der Zwischendecke das eine und andere mal. Immer wieder musste daher der Rohbau mit Planen vor Regen geschützt werden. „In dieser sensiblen Phase darf das Stroh nicht nass werden“, erklärt Architekt Otto Merz.

Zum Aufrichten der Dachelemente brauchte es dann zwei sichere Tage an denen es nicht regnet. Freitag und Samstag konnte so Bauherr Kai Klotzbach auf einen großen Freundeskreis an Helfern zurückgreifen. Das Dach wurde mit vier vorgefertigten Holz-Stroh-Elementen geschlossen, danach kam eine weitere Schicht Strohballen ins Dach, sodass nun rund 70 Zentimeter Stroh im Dach liegen und den Dämmwert für das KfW-40-Haus erhöhen. KfW-40 bedeutet, dass nur 40 Prozent der Heizenergie des aktuellen Energiestandards im Jahresdurchschnitt gebraucht werden.

„Das Stroh kommt vom Acker nebenan, Weizenstroh von meinem Onkel“, sagt Klotzbach und zeigt auf den Acker in Sichtweite. Stroh hat laut dem Fachverband Strohballenbau FASBA die beste Energiebilanz aller Dämmmaterialien, das heißt der Energieaufwand gegenüber anderen Dämmstoffen in der Herstellung sei sehr gering. Damit gelte Strohballendämmung als ökologischste Dämmung überhaupt.

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