„Nein“ zu dauerhaft brennenden Laternen

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Derzeit gehen die Laternen in der Vilsinger Ortsmitte um 16.45 Uhr an. Um 0.30 Uhr erlischt das Licht aber – und das bleibt auch
Derzeit gehen die Laternen in der Vilsinger Ortsmitte um 16.45 Uhr an. Um 0.30 Uhr erlischt das Licht aber – und das bleibt auch so. (Foto: Patrick Laabs)
Patrick Laabs

Tief in der Nacht, wenn sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, bleibt es in Inzigkofen, Vilsingen und Engelswies auch künftig dunkel – das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung entschieden. Weil ihn immer wieder Bürger angesprochen hatten, die sich ein „Durchbrennen“ der Laternen während der gesamten Nachtstunden wünschten, hatte Ratsmitglied Gerhard Klein die Verwaltung unlängst gebeten, sich einmal eingehend mit dem Thema zu befassen.

Kämmerer Gerald Balle stellte die Ergebnisse der Prüfung vor. Für alle drei Ortsteile würden auf das Jahr gerechnet mehr als 4000 Euro an zusätzlichen Kosten anfallen – insgesamt rund 12 500 Euro. Gegenwärtig seien die Laternen in Inzigkofen von 0.30 bis 4 Uhr nicht an, in Vilsingen und Engelswies von 0.30 bis 4.30 Uhr – die zusätzliche halbe Stunde in Inzigkofen erklärt sich mit dem früheren Beginn der Zeitungszustellung.

Es sei davon auszugehen, dass sich die Stromkosten für die gemeindliche Straßenbeleuchtung im Falle des „Durchbrennens“ auf mehr als 43 700 Euro summieren würden, aktuell seien es rund 31 300 Euro, sagte Balle.

Eine Kompromisslösung ist nicht möglich

Bei der anschließenden Diskussion ergänzte Ratsmitglied Klaus Hipp, dass es aus technischen Gründen in den Ortsteilen leider nicht möglich sei, beispielsweise nur alle zwei bis drei Laternen durchbrennen zu lassen. Bürgermeister Bernd Gombold sagte, dass andere Gemeinden dort in der Tat besser aufgestellt seien: „Bei uns geht nur alles oder gar nichts.“

Gerhard Klein, der das Thema auf das Tapet gebracht hatte, gab selbst zu, dass 12 500 Euro gemeindlicher Mehraufwand für das „Durchbrennen“ der Laternen tief in der Nacht eher nicht angebracht seien: „Unter diesen Voraussetzungen kann ich dem nicht zustimmen“, sagte er. Das sahen auch alle anderen Gemeinderäte so.

In punkto Straßenbeleuchtung bleibt es also beim Status quo. Die Räte verständigten sich aber darauf, dass die Straßenbeleuchtung auf Antrag auch weiterhin in Ausnahmefällen die ganze Nacht angelassen werden könne, etwa bei großen Festen, die nicht ausschließlich privaten Charakter haben.

So hatte die Verwaltung erst im vergangenen Jahr einem Antrag der Vilsinger Hexen stattgegeben, die nach Nachtumzügen in der Region erst nach 0.30 Uhr wieder heimkamen – und dann nicht durch den stockfinsteren Ort laufen wollten.

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