Inzigkofen bekommt seine Brücken

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Nun besteht Gewissheit: Ein Schweizer Unternehmen baut die Hängebrücke am Amalienfelsen im fürstlichen Park.
Nun besteht Gewissheit: Ein Schweizer Unternehmen baut die Hängebrücke am Amalienfelsen im fürstlichen Park. (Foto: Patrick Laabs)
Doris Futterer

Nun also doch: Die Eremitage an der Donau bei Inzigkofen wird ab dem kommenden Frühjahr über zwei Fußgängerbrücken zugänglich sein. Der Inzigkofer Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstag einstimmig der Vergabe der Bauarbeiten zugestimmt. Vorgesehen sind eine Seil-Hängebrücke über die Donau vom Inzigkofer Park her und eine zweite Brücke im Norden über die Bahngleise. Für beide Brücken ist der Baubeginn aus Naturschutzgründen für Oktober 2018 angesetzt. Im Februar 2019 sollen alle Maßnahmen einschließlich der zuführenden Wege fertiggestellt sein.

Sichtlich erfreut präsentierte Bürgermeister Bernd Gombold das Ergebnis der inzwischen dritten Ausschreibung für die beiden Brücken. Die Insolvenz des ursprünglichen Anbieters für die Hängebrücke hatte die nochmalige Ausschreibung notwendig gemacht. Den Zuschlag erhielt nun die Firma Crestageo aus Chur in der Schweiz. Diese Firma hat Erfahrung im komplizierten Seilbrückenbau in schwierigem Alpengebiet und deshalb keine Probleme mit der Montage im Donautal. Crestageo wird die Hängebrücke als Auslastungs-Lückenfüller im Winter fertigen. Dadurch können die ursprünglich geplanten Ausgaben in Höhe von 688000 Euro auf 379000 Euro gesenkt werden. Die Eisenbahnbrücke wird von der Firma Mühlbauer aus Furth im Wald gefertigt und die dazugehörenden Fundamente von der Firma Rebau aus Inzigkofen.

Auf 666000 Euro summieren sind nun die Kosten für alle Maßnahmen. Weil die ursprünglich geplanten Ausgaben von 940000 Euro nach der Kostensenkung nun nicht mehr reell sind, reduzieren sich auch die Zuschüsse um rund 200000 Euro auf 421000 Euro. Die Gemeinde Inzigkofen muss dann noch den Eigenanteil in Höhe von 240000 Euro tragen.

Ingenieur Frank Breinlinger erläuterte in der Sitzung die Kostenplanungen und wies noch auf notwendige Ausgaben von mindestens 3000 Euro hin, die für beide Brücken alle sechs Jahre für vorgeschriebene Bauwerksprüfungen anfallen werden. Bürgermeister Bernd Gombold war es ein Anliegen, sich in der Sitzung bei den Zuschussgebern zu bedanken. Sie hatten ihre Zusagen während des ungewöhnlich langen Planungsverfahrens aufrecht erhalten und die Zuschusshöhe auch nach der zweiten Ausschreibung dem damals deutlich erhöhten Preisniveau angepasst.

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