In Inzigkofen ist der Rhythmus Afrikas zu hören

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Die deutsch-afrikanische Formation Bantamba tritt im Kapitelsaal im alten Kloster Inzigkofen auf: Papis Dahaba, Kandara Diebaté,
Die deutsch-afrikanische Formation Bantamba tritt im Kapitelsaal im alten Kloster Inzigkofen auf: Papis Dahaba, Kandara Diebaté, Ursula Branscheid-Kouyaté und Hans Fickelscher (hinten, von links) sowie Mamadi Kouyaté, Birgit van Straelen und Bamba Gueye (vorne, von links). (Foto: Kersten Hamann)
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Die Volkshochschule im alten Kloster und das Bildungswerk Inzigkofen sind am Samstagabend mit einem musikalischen Leckerbissen ins neue Jahr gestartet. Die afrikanisch-deutsche Formation Bantamba verzauberte die Besucher im Kapitelsaal mit einer Mischung aus westafrikanischer Percussion, Gesang und Tanz.

Fast schon traditionell findet dieses Konzert im Zuge eines dreieinhalbtägigen Trommelworkshops an der Volkshochschule statt. In sechs Gruppen versuchen sich die mehr als 50 Kursteilnehmer an der Djembé (eine Art Trommel) und in einer dieser Gruppen am Balafon (einem westafrikanischen Xylofon mit 21 bis 23 Platten). Höhepunkt ist dann der Konzertabend, an dem der Kapitelsaal stets bis auf den letzten Platz gefüllt ist – so auch dieses Mal.

Die Formation trat mit drei afrikanischen und drei deutschen Musikern auf, die auf ihren Instrumenten wahre Könner sind. Mit Bamba Gueye hatte die Gruppe einen senegalesischen Tänzer dabei, der eigens für die Veranstaltung aus Straßburg angereist war und das Publikum zur Musik mit seinen athletischen Tänzen zu wahren Beifallsstürmen mitriss. Das Zusammenspiel der Instrumente aus der hochentwickelten traditionellen westafrikanischen Musikkultur war für die Zuhörer immer wieder ein besonderes Erlebnis.

Mit der Kora, einer sogenannten Stegharfe, spielten der Senegalese Kandara Diebaté und die Tübingerin Ursula Brandscheid-Kouyate die etwas ruhigeren Passagen. Aber auch auf dem Djembé brannten die Künstler ein wahres Trommelfeuerwerk ab. Ob Papis Dahaba aus dem Senegal, der Tübinger Hans Fickelscher oder auch die Aichelbergerin Birgit van Straelen: Alle beherrschten dieses Instrument in Perfektion.

Wie bereits im vergangenen Jahr begeisterte der virtuose Balafonspieler Mamadi Kouyaté aus Ginea mit seinem Instrument. Sein Großvater ist übrigens der jetzige Balatigui, der Wächter des Ur-Balafons aus dem 13. Jahrhundert, das als Weltkulturerbe der Unesco in Niagassola/Guinea unter Verschluss aufbewahrt wird.

Fast schon traditionell wurden die Besucher zum Abschluss des Konzerts vor der Bühne zum Mittanzen animiert. Nach einer Zugabe entließen die Zuschauer die Truppe mit viel Applaus. „Da mein Mann und ich Afrikaliebhaber sind, war diese Veranstaltung ein absolutes Muss für uns“, sagte Hanna Maier aus Unterschmeien. „Temperamentvoll, mitreißender Rhythmus und mit viel Herzblut bei der Sache: So würde ich die Formation beschreiben.“

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