Ermittlungen gegen Bürgermeister Gombold eingestellt

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 Die Staatsanwaltschaft konnte kein strafbares Verhalten von Bürgermeister Gombold feststellen.
Die Staatsanwaltschaft konnte kein strafbares Verhalten von Bürgermeister Gombold feststellen. (Foto: Archiv: Bernd Gombold)
Mandy Streich

Das gerichtliche Ermittlungsverfahren wegen angeblich ungültigen Jagderlaubnisvereinbarungen gegen Inzigkofens Bürgermeister Bernd Gombold wurde von der Staatsanwaltschaft Hechingen eingestellt. Das verkündete Gombold öffentlich in der Gemeinderatsitzung am vergangenen Donnerstagabend. Der Anwalt der Gemeinde werde nun rechtliche Schritte gegen den Anzeigenerstatter Hans Henselmann prüfen und daraufhin gegebenenfalls auch einleiten, gab der Bürgermeister bekannt.

Im Dezember vergangenen Jahres hatte Hans Henselmann Gombold vorgeworfen, eine Jagderlaubnis mit zwei Inzigkofer Jägern vereinbart zu haben, ohne ein entsprechendes Papier von den Jägern unterschreiben zu lassen (die SZ berichtete). Nach Henselmann’s Auffassung seien derartige Vereinbarungen dann nicht rechtsgültig und folglich müsse bei Wildschäden niemand die Verantwortung tragen. Gombold ließ sich daraufhin von der Jagdbehörde des Landkreises Sigmaringen bestätigen, dass auch mündliche Jagderlaubnisvereinbarungen gültig sind. Lediglich die Pachtverträge müssten unterzeichnet werden.

„Es haben sich bei unseren Prüfungen keinerlei Anhaltspunkte auf ein Strafverfahren ergeben“, sagt Markus Engel, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Hechingen. Geprüft wurden laut Engel nicht nur die Jagdvereinbarungen, sondern auch unterschiedliche Pachtverträge. „Auch das Landratsamt Sigmaringen war an der Prüfung beteiligt und konnte kein strafbares Verhalten von Bernd Gombold feststellen“, sagt Engel.

Der Bürgermeister reagierte auf die Nachricht sehr gefasst: „Ich hatte bereits damit gerechnet, dass das Ermittlungsverfahren eingestellt wird“, erklärt er auf Nachfrage der Schwäbischen Zeitung. „Jetzt werden die rechtlichen Schritte gegen den Anzeigenerstatter geprüft.“

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