Eine Vielfalt aus Naturtönen

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 24 Alphornbläser musizieren gemeinsam in der Wallfahrtskirche.
24 Alphornbläser musizieren gemeinsam in der Wallfahrtskirche. (Foto: Karl Mägerle)

Eine seltene Klangvariante haben die Zuhörer kürzlich in der Wallfahrtskirche Engelswies mit den Donautaler Alphornbläser erlebt. Verstärkt von drei befreundeten Gruppen aus Bernau im Schwarzwald, Biberstein in der Schweiz und Krauchenwies waren es insgesamt 24 Bläser, die sich im Altarraum aufstellten.

Mit dem feierlich gespielten Choral „Für Luzern“ eröffneten die Alphornbläser den Gottesdienst mit Militärpfarrer Stefan Havlik. Auch zum Gloria erfüllten die Alphörner mit ihrem vollen wohltuenden Klang den ganzen Kirchenraum und zogen die vielen Besucher in ihren Bann. Mit der gefühlvollen und majestätisch vorgetragenen Melodie „Heilig“ unterstrichen die 24 Musiker den Umgang ihres etwa 3,5 Meter langen Musikinstrumentes, das ausschließlich auf Naturtönen geblasen wird. Sie sind nur auf die Lippen der Bläser beschränkt und erfassen den Tonumfang von etwa zehn bis zwölf Tönen erfassen.

Bewegte Choräle und alpenländische Stücke

Den Abschluss des Gottesdienstes endete mit dem sehr bewegten Choral „Dank“. Pfarrer Stefan Havlik erinnerte daran, dass er über sechs Jahre im tiefsten Bayern gelebt hat und nie erleben durfte, was in Engelswies mit dem besonderen musikalischen Beitrag erstmals in Gotteshaus mit den Alphornbläser zustande kam. Mit viel Beifall dankten die Kirchenbesucher den Bläsern.

Das vorgesehene kleine Platzkonzert das vor der Kirche stattfinden sollte, wurde aufgrund der kühlen Witterung auch in der Wallfahrtskirche abgehalten. Mit Musik aus der alpenländischen Welt „Thalkirchdorfer Alphornwalzer“ ging es im dreiviertel Takt weiter. Es folgte eine flotte „Alphorn-Serenade“ und der Marsch „Schwarzwaldgruß“. Das ergreifend vorgetragene Stück „Abendruhe“, das nochmals die musikalische Vielfalt und das ganze Zusammenspiel der aus vier Gruppen bestehende Ensemble zum Ausdruck brachte, schloss das Konzert.

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