Urkunden und Pokale als Lohn für ein Jahr Zuchtarbeit

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 Interessiert schauen die beiden Nachwuchszüchter Benedikt Hansbauer und Lisa Fischer dem Geflügeljuror zu.
Interessiert schauen die beiden Nachwuchszüchter Benedikt Hansbauer und Lisa Fischer dem Geflügeljuror zu. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Zum Jahreswechsel haben sich Züchter mit rund 500 Tieren zur 41. offenen Rassegeflügelschau mit angeschlossener Lokalschau für Kaninchen und Vögel in der Göge-Halle in Hohentengen getroffen. Neben einheimischen und regionalen Züchtern zeigten auch Kleintierfreunde vom Unterland bis ins schwäbische Allgäu hinauf sowie aus Friedrichshafen ihre repräsentativsten Zuchterfolge.

Neben dem züchterischen Sachverstand ist im Wesentlichen der Einklang mit Mutter Natur mitverantwortlich für die Zuchtergebnisse. Das Zuchtjahr beginnt am 1. Oktober und endet am 30. September des darauffolgenden Jahres. Unabhängig vom Geschlecht werden Kaninchen oder Rassegeflügel gleichermaßen als Kollektion bewertet. Als Kollektion werden vier Tiere einer Rasse, einer Farbe beiderlei Geschlechts bezeichnet und von der Jury bewertet. Die beste Kollektion ergibt sich aus der Gesamtsumme der Sammlung (Wurfgeschwister aus einem oder zwei Würfen oder einem Elternteil mit drei Nachkommen), die aus der Einzelwertung rechnerisch addiert wird.

Neben der Kollektionsbewertung werden auch nur Einzeltiere den Juroren vorgestellt. Hierfür werden Sonderpreise ausgelobt. „Die Bewertungsjuroren werden vom württembergischen Preisrichterverband angefordert“, sagt Gerhard Zimmermann, Vorsitzender der Gögemer Kleintierzüchter. Kompetent und zuchterfahren werden die Tiere in der „Tierbesprechung“ genau geprüft, inwieweit das jeweilige zu bewertende Exemplar dem im Zuchtkatalog definierten Ideal seiner Rasse entspricht. Je mehr Punkte mit der Idealvorstellung und dem zu bewertenden Tier übereinstimmen, umso mehr Punkte werden vergeben. Die Maximalpunktzahl pro Tier ist auf 100 Punkte veranlagt. Das Schöne an der „Kleintierzucht“ ist, dass es ein altersübergreifendes Hobby mit den verschiedensten Profilen ist, sagt Zimmermann. „Die Urkunden und Pokale sind der Lohn für ein ganzes Jahr Zuchtarbeit“, so Zimmermann weiter. Auch mit dem sehr guten Besucherinteresse zeigte sich Gerhard Zimmermann zufrieden.

Die Schau zeigte eine breitgefächerte Vielfalt an Rassen, Formen und Farben aus der Welt des Wassergeflügels, der Puten, Hühner, Tauben und Rassekaninchen. Mit zu den Highlights zählten ohne Zweifel die Vorwerkhühner mit dem Siegerhahn von Hanna Zimmermann. Mit ihrem Hahn und den drei Hennen konnte sie Anfang November in Villingen-Schwenningen bei der Landesgeflügelschau den süddeutschen Meistertitel erringen.

Die aktuellen Vereinsmeister in der Aktivenklasse bei den Kaninchen wurden:

1. Michael Stumpp, mit seinen Zwergwidder, weiß Blauauge und 389,0 Punkten (von maximal 400 möglichen Punkten), 2. Gerhard Zimmermann, Englische Schecke, Schwarzweiß (388) , 3. Sabrina Kees, Farbenzwerge, Schwarz (386,5)

Jugendvereinsmeister Kaninchen:

1. Das Geschwisterpaar Fabian und Lisa Fischer, Kleinsilber, Schwarz (385,0), 2. Elias Heinzler, Zwergwidder, Weiß-blau (384,5)

Vereinsmeister Wassergeflügel: Dietmar Bertsche, Orping-tonenten (473 von 500 Maximalpunkten)

Vereinsmeister Hühner:

1. Roland Zimmermann, Vorwerkhühner (474), 2. Dieter Gigl, Amrocks (471), 3. Dietmar Bertsche, Zwerg-Welsumer (469)

Vereinsmeister Tauben:

1. Karl Brendle, Startauben (471)

Vereinsmeister Rassegeflügel Jugend: 1. Hanna Zimmermann, Vorwerkhühner (475 Punkte), 2. Zuchtgemeinschaft Nico Zimmermann sowie Linda und Max Schuler, Italiener (473), 3. Jule und Benedikt Hansbauer, Kölner Tümmler (472)

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