Tollkühne Fahrer wirbeln jede Menge Staub auf

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Die Zuschauer verfolgen am Samstag gespannt das Stoppelcrossrennen in Völlkofen.
Die Zuschauer verfolgen am Samstag gespannt das Stoppelcrossrennen in Völlkofen. (Foto: Fotos: Thomas Warnack)
Janine Lehleiter

Weitere Fotos vom Stoppelcrossrennen in Völlkofen gibt es im Internet unter

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Zum vierten Mal hat der Skiclub Völlkofen am Samstag mit dem Stoppelcross- und Stockcarrennen Motorsport-Begeisterten ein aufregendes Erlebnis geboten. Bei schönem Wetter gingen die Rennfahrer an den Start, während die Besucher staunten und begeistert waren.

Schon früh morgens begann der Wettkampftag für die rund 100 Fahrer. Bis kurz nach 13 Uhr hatten die Teilnehmer Zeit, ein paar Proberunden auf dem Stoppelfeld zu drehen und ein letztes Mal an ihren Fahrzeugen zu schrauben. Aus allen Ecken jaulten die Motoren auf und knatterten die Karosserien. Dann schwenkte Rennleiter Markus Heinzler die Flagge und es hieß immer wieder „auf die Plätze, fertig, los“.

Beim Stoppelcross lieferten sich die 45 Fahrer auf ihren Zweirädern in insgesamt vier Runden einen spektakulären Wettkampf. Mit einem tollkühnen Fahrstil legten sie sich in die Kurven und sprangen über die Hindernisse aus Stroh. Nach dem freien Training wurde zwei Gruppen gebildet. Die Plätze eins bis zwölf traten im A-Finale nochmals gegeneinander an, die restlichen dementsprechend im B-Finale.

Die Fahrer kamen größtenteils aus der Region. So zum Beispiel Sven Jansen aus Bingen, der sonst für seinen Verein, das Rallye Racing Team Scheer, bei anderen Rennen antritt. „Ich bin jedes Mal beim Rennen in Völlkofen dabei“, sagte er. „Wenn du im Training gut bist, darfst du dir in der nächsten Runde den Startplatz aussuchen“, sagte Carlo Rumpf aus Sigmaringen. Andreas Holzhauer aus Sigmaringendorf fügte hinzu: „Je nach dem, was für eine Kurve nach dem Start folgt, entscheidet das der Fahrer persönlich. In der Regel nimmt man den kürzesten Weg zur ersten Kurve.“ Auch diese beiden Fahrer gehören zum RRT Scheer.

Linkerhand des Stoppelcrossfeldes standen die Stockcars im Mittelpunkt. Die Vehikel, die wie aus einem postapokalyptischen Szenario entnommen und im Alltag eher als reif für den Schrottplatz empfunden werden, schlitterten im Dreck und verschwanden dabei immer wieder in Staubwolken.

Autos werden abgeschleppt

Gelegentlich mussten verkehrsuntüchtige Autos sogar von Baggern abgeschleppt werden. Markus Rall gilt als Experte der Stockcarrennen: „Weil es mit fast 40 Autos zu viele waren, haben wir auch da zwei Gruppen gebildet.“ In der ersten Runde war es noch verboten, die anderen Autos zu boxen. Beim Punkterennen durfte dann geboxt, gerammt und geschoben werden. „Wenn ein aufs Dach gelegter Fahrer noch weiterfährt, gibt es am meisten Punkte“, erklärte Markus Rall. In der Crash-Runde ging es dann nur noch darum, alle anderen Stockcars auszustechen und als einziger auf dem Feld zu stehen.

Martina Scheich aus Unterankenreute nahm zum ersten Mal am Wettkampf in Völlkofen teil. „Ich bin durch meinen Cousin Manuel Reißle zu diesem Sport gekommen“, so die Stockcar-Fahrerin, die auch bei internationalen Rennen mitfährt. Sie ging mit ihrem lila lackierten Gefährt an diesem Tag als eine von vier Frauen an den Start. Nicht nur für die Teilnehmer bot das abwechslungsreiche Stoppelcross- und Stockcarrennen einige Stunden spannendes Rennsportvergnügen. Auch die Zuschauer fieberten mit. So wie Uschi Schuler aus Völlkofen: „Ich bin nun zum zweiten Mal hier, weil es beim ersten Mal schon schön war und ich den eigenen Ort so unterstützen möchte.“

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